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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Total Quality Management in Werkstätten für Behinderte

Die Diskussion um den Begriff 'Qualität' ist seit Jahren zu einem wichtigen Thema auch für Werkstätten für Behinderte (WfB) geworden, da sie im Spannungsfeld unterschiedlicher Anspruchsgruppen stehen. Mit der Novellierung des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) wurde der Begriff 'Qualität' für WfB gesetzlich verankert. Der Gesetzgeber fordert, dass Vereinbarungen über Inhalt, Umfang und Qualität der zu erbringenden Leistungen sowie die zu entrichtenden Vergütungen getroffen werden müssen und darüber hinaus Wirtschaftlichkeit und Qualität der Leistungen geprüft werden (BSHG § 93). Neben der Notwendigkeit, den rehabilitativen Auftrag aus § 54 Schwerbehindertengesetz (SchwbG) zu erfüllen, sehen sich WfB im produzierenden Bereich einer zunehmenden Verschärfung des Wettbewerbs und höheren Anforderungen in Bezug auf Flexibilität in der Leistungserbringung ausgesetzt. Während in Rheinland-Pfalz etwa zwei Drittel der WfB ihre Produktionsbereiche bereits nach DIN EN ISO 9000 zertifiziert haben, existieren bislang nur vereinzelte Initiativen zur systematischen Verbesserung der Eingliederungs- und Betreuungsqualität. Die bisherige Fokussierung der Qualitätsaktivitäten auf die Produktion wird jedoch dem Rehabilitationsauftrag einer WfB nicht gerecht, da rehabilitative Zielsetzungen im Vordergrund stehen müssen. Ein Konzept, welches den Rahmen für eine Integration der Aktivitäten aus Produktion und Rehabilitation schafft, liegt mit dem Europäischen Qualitätsmodell der European Foundation for Quality Management (EFQM) vor. Auf Grundlage dieses umfassenden Modells lassen sich Selbstbewertungen durchführen, welche eine systematische Analyse eigener Stärken und Verbesserungspotenziale zur Folge haben und somit zum Ausgangspunkt für einen kontinuierlichen Verbesserungs- und auch Lernprozess werden. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollte zunächst geklärt werden, inwieweit dieser Ansatz zur Selbstbewertung Modifikationen bedarf, um den spezifischen Gegebenheiten einer WfB gerecht zu werden (Konzeptionsphase). Durch seine Erprobung in 4 WfB wird dann ein Prozess zur Organisationsentwicklung in den beteiligten WfB eingeleitet. Dabei steht die Bearbeitung wesentlicher Verbesserungsprojekte im Vordergrund (Umsetzungsphase). Am Ende der Projektlaufzeit wurde dann u. a. durch erneute Selbstbewertung der Versuch unternommen, den Fortgang des eingeleiteten Organisationsentwicklungprozesses nachhaltig abzusichern (Stabilisierungsphase).



Beginn:

01.02.1999


Abschluss:

30.06.2002


Art:

Gefördertes Projekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2597


Informationsstand: 31.01.2020