Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Stellenwert der Untersuchung mit dem Arbeitssimulationsgerät ERGOS für die arbeitsamtsärztliche Begutachtung

Ziele:

Durch das Projekt soll geklärt werden, welchen zusätzlichen Erkenntnisgewinn im Vergleich zur herkömmlichen arbeitsärztlichen Untersuchung zur Feststellung der Leistungsfähigkeit gesundheitlich eingeschränkter Arbeits- und Ratsuchender der zusätzliche Einsatz des ERGOS-Systems bringt und welche speziellen Indikationen sich daraus für dessen Einsatz im Rahmen der arbeitsamtsärztlichen Begutachtung ergeben.

Untersuchungsdesign:

In insgesamt 150 Fällen wird im Anschluss an eine arbeitsamtsärztliche Begutachtung entsprechend den im 'Leitfaden für die arbeitsamtsärztliche Begutachtung' niedergelegten Grundsätzen in drei Berufsförderungswerken (BFW Bad Wildbd, Hamburg und Dortmund) eine ERGOS-Untersuchung (Volluntersuchung) angeschlossen. Das arbeitsamtsärztliche Gutachten wird vor der zusätzlichen ERGOS-Untersuchung ausgefertigt und als Vorentwurf gekennzeichnet. Nach der ERGOS-Untersuchung, an der der begutachtende Arbeitsamtsarzt beobachtend teilnimmt, wird geprüft, welche qualitativen und quantitativen Abweichungen im Leistungsbild das Ergebnis der ERGOS-Untersuchung ergeben aufweist. Sofern diese Abweichungen plausibel erscheinen, werden sie bei Abfassung des endgültigen arbeitsamtsärztlichen Gutachtens eingearbeitet.

Es werden männliche und weibliche Probanden im Alter von 20 bis 50 Jahren mit statomotorischen Funktionsausfällen nach traumatologisch-chirurgischen, orthopädischen, rheumatologischen und/oder neurologischen Erkrankungen ohne Akutsymptomatik und mit weitgehend abgeschlossener medizinischer Rehabilitation untersucht. Dabei wird sorgfältig darauf geachtet, dass die Probanden in der Lage sind, eine ERGOS-Volluntersuchung ohne Gefahr der Verschlimmerung zu absolvieren.

Als zusätzliche Auschlusskriterien gelten:
- erkennbare mangelnde Motivation (z. B. Rentenbegehren)
- nicht ausreichendes Sprachverständis
- keine ausreichenden intellektuellen Fähigkeiten für das Testverständnis

Datenerhebung-/Datenauswertung:
Die Datenerhebung im Rahmen der arbeitsärztlichen Begutachtung erfolgt durch hauptamtlich tätige Ärzte von Arbeitsämtern im Einzugsbereich der beteiligten Berufsförderungswerke Bad Wildbad, Hamburg und Dortmund. Die ERGOS-Untersuchungen werden an Geräten der vorgenannten Berufsförderungswerke mit Beteiligung geschulter ERGOS-Betreuer dieser Einrichtungen erhoben. Die Übernahme der mittels ERGOS gewonnenen Ergebnisse in die endgültigen arbeitsamtsärztlichen Gutachten erfolgt durch die an den ERGOS-Untersuchungen für die Übernahme oder Nichtübernahme der vom Gutachten-Vorentwurf abweichenden Ergebnisse der ERGOS-Untersuchung in das endgültige Gutachten werden dokumentiert. Mitglieder eines für das Projekt installierten Arbeitskreises vergleichen die konventionell arbeitsamtsärztlich und die mittels zusätzlicher ERGOS-Untersuchnung gewonnenen Leistungsbilder und analysierern die einzelfallgbezogenen Entscheidung. Diese Analyse bildet eine wesentliche Grundlage für die Beantwortung der an die Studie gerichteten Fragen.

Erste Ergebnisse wurden auf dem VDR-Reha-Kolloquium vom 12.03. bis 14.03.2001 in Halle präsentiert.



Beginn:

01.01.2000


Abschluss:

31.12.2001


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesanstalt für Arbeit



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2703


Informationsstand: 13.06.2018