Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Wissenschaftliche Begleitung zur Umsetzung des SGB IX Teilbereich: Behinderte Frauen und berufliche Teilhabe unter besonderer Berücksichtigung von Frauen mit Betreuungspflichten

Die Untersuchung soll eine Reihe von Fragestellungen zu folgenden Bereichen beantworten:

a) Für Berufsanfängerinnen
* Wo verbleiben junge behinderte Frauen nach der Schulentlassung?
* Wie gestaltet(n) sich bei jungen behinderten Frauen die Phase(n) der Berufsorientierung?
* Welchen Einfluss haben Berufsbezeichnungen auf die Berufswahl?
* Welchen Einfluss haben Vermittlungsergebnisse und Arbeitsmarktprognosen auf die Berufswahl?
* Gibt es Hemmnisse für eine berufliche Ausbildung, und wo werden diese aufgebaut? In der Schule? Im Elternhaus? In der Ausbildungsstätte? In anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens?
* Wo muss aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Förderinstrument ansetzen und wie könnte dieses aussehen?
* Ergeben sich hieraus Folgerungen für eine verstärkte Kooperation von Schule, Jugendamt und Rehabilitationsträgern?
* Treffen die angebotenen Berufsbilder die vorhandenen Berufswünsche?
* Benötigen junge Frauen über die traditionellen Angebote hinaus orientierende Maßnahmen zur Stärkung des Selbstwertgefühls? Welche Maßnahmen sind zur Stärkung des Selbstwertgefühls geeignet (z. B. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse)?
* Ergeben sich Besonderheiten für lernbehinderte Frauen?

b) Für berufliche Weiterbildung:
* Wie sehen die Berufsbiografien behinderter Frauen aus und wie können diese 'folgerichtig' fortgeführt werden?
* Sind die angebotenen Maßnahmen hierfür genügend passgenau?
* Welche Alternativstrategien zu einer beruflichen Neuorientierung entwickeln behinderte Frauen?
* Welche Möglichkeiten gibt es, diese Frauen frühzeitig zu erreichen und wie können 'Angebotspakete' aussehen, die die individuellen Lebensumstände in ein Maßnahmeangebot 'aus einer Hand' einfließen lassen?
* Welche Anforderungen an eine fundierte Berufswahl bestehen im Sinne einer umfassenden Orientierung, die alle Lebensbereiche einbezieht?
* Werden die Möglichkeiten betrieblicher und überbetrieblicher Ausbildung als Teilzeitangebote hinreichend zur Verfügung gestellt?
* Sind hierfür neue Ausbildungskonzepte zu entwickeln und wie müssten diese aussehen?
* Wie werden die Möglichkeiten neuer Technologien zur Aus- und Weiterbildung, wie z. B. Telelearning/Teleteaching, beurteilt und gefördert?
* Werden die Möglichkeiten neuer Technologien zur Aus- und Weiterbildung von behinderten Frauen offensiv genutzt?
* Ergeben sich Besonderheiten für lernbehinderte Frauen?

c) Allgemeine und betriebliche Fragen:
* Welche Ansatzpunkte gibt es, behinderte Frauen in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und sie zur Inanspruchnahme geeigneter Arbeitsangebote zu motivieren?
* Welche familienbezogene Dienstleistungen sind geeignet/erforderlich, um behinderten Frauen die Inanspruchnahme geeigneter Arbeitsangebote zu erleichtern?
* Welche Formen der Zusammenarbeit von Betriebsleitung/Vorgesetzten, Personal- und Betriebsräten, Schwerbehindertenvertretungen und evtl. Betriebsärzten lassen sich zur frühzeitigen Erfassung von 'Auffälligkeiten' entwickeln?
* Welchen Einfluss hat die Berufsberatung/-orientierung auf die Berufswahl?

Im Vordergrund des Forschungsinteresses steht die Bewertung und Entwicklung der einschlägigen Konzepte unter Berücksichtigung auch ländlicher Strukturen sowie regionaler Unterschiede. Bereits in der Vorbereitungsphase sind die inhaltlichen Vorstellungen zu reflektieren und in einen kritischen Dialog mit den Beteiligten einzubeziehen. Im weiteren Verlauf geht es darum, den engen kooperativen und praxisorientierten Dialog fortzuführen, die gewonnenen Erkenntnisse kritisch zu hinterfragen und in Handlungsempfehlungen zur projektinternen und -externen Qualitätssicherung und -verbesserung einfließen zu lassen.



Beginn:

01.07.2002


Abschluss:

31.05.2004


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
(Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2752


Informationsstand: 24.06.2003