Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Vernetzung betriebsärztlicher und ambulanter Strukturen zur frühzeitigen Erkennung eines individuellen Bedarfs an Leistungen - Wissenschaftliche Begleitforschung SGB IX

Die Untersuchung soll eine Reihe von Fragestellungen zu folgenden Bereichen beantworten:

1 Betriebe

1.1
Wie lässt sich die Bereitschaft der Betriebe an der Weiterbeschäftigung gesundheitlich angeschlagener, in der Regel älterer Mitarbeiter erhöhen?

Welche Instrumente werden genutzt (z. B. stufenweise Wiedereingliederung)?

1.2
Welche Möglichkeiten werden gesehen, sich gezielt an der Identifikation von potentiellen Rehabilitanden zu beteiligen?

1.3
Wie lässt sich die Bereitschaft der Betriebe (unterschiedlicher Größe und Struktur) erhöhen, sich in vernetzte Strukturen einbinden zu lassen?

1.4
Welche Formen der Zusammenarbeit von Betriebsleitung / Vorgesetzten, Personal- und Betriebsräten, Schwerbehindertenvertretungen und evtl. Betriebsärzten lassen sich entwickeln?

1.5
Könnte eine solche institutionalisierte Zusammenarbeit Gegenstand von Integrationsvereinbarungen sein?

1.6
Lassen sich Instrumente entwickeln, um möglichst kurzfristig Möglichkeiten der Arbeitsplatz(um)gestaltung, zur Änderung von Arbeitsabläufen, des Einsatzes technischer Hilfen usw. abzuklären?

1.7
Welche betrieblichen Indikatoren lassen sich finden, die eine betriebsüberschreitende Zusammenarbeit fördern oder behindern?

1.8
Sind Kammern und Innungen zu Mitarbeit und Engagement bereit?

1.9
Wie können die Betriebsärzte in vernetzte Strukturen eingebunden werden?


2 Besonderheiten im öffentlichen Dienst

2.1
Welche Besonderheiten ergeben sich für die unter 1. genannten Fragestellungen bezogen auf den Bereich des öffentlichen Dienstes?

3 Arbeitnehmer/innen

3.1
Wie ist die persönliche Einstellung der potentiellen Rehabilitanden zur (präventiven) Einleitung entsprechender Maßnahmen?

3.2
Wie können Vorbehalte und Ängste ausgeräumt werden, sich als gesundheitlich eingeschränkt zu erkennen zu geben?

3.3
Welche Rolle kann die Schwerbehindertenvertretung hierbei übernehmen?

3.4
Welche Rolle können Selbsthilfeorganisationen hierbei übernehmen? Welche die Integrationsämter?

3.5
Wie ist bis zu einer Einwilligung der Betroffenen Datenschutz sicherzustellen?


4 Rehabilitationsträger

4.1
Welche Ansatzpunkte gibt es, um § 11 Abs. 1 und 2 SGB IX umzusetzen?

4.2
Welche Möglichkeiten werden gesehen, sich gezielt an der Identifikation von potentiellen Rehabilitanden zu beteiligen?

4.3
Welche Verfahren zum gegenseitigen Informationsaustausch mit anderen Trägern sowie Dritten (z. B. Integrationsämter, Integrationsfachdienste, Handwerkskammern, Innungen) sind zu entwickeln und abzustimmen?

4.4
Wie kann ein regelmäßiger Informationsaustausch institutionalisiert werden?

4.5
Gibt es Erfahrungen hierzu mit routinemäßigen Praktiken der Berufsgenossenschaften und einzelner Krankenkassen, die allgemeingültig übertragbar sind?

4.6
Können evtl. die Servicestellen die Umsetzung der zu entwickelnden Vereinbarungen sicherstellen.

4.7
Welcher Zeitaufwand und damit verbunden Kosten sind zu veranschlagen?

4.8
Wer erstellt mit welcher Verbindlichkeit für die anderen Beteiligten notwendige Gutachten?


5 Niedergelassene Ärzte

5.1
Wie können Hausärzte/Fachärzte in das Verfahren eingebunden werden?

5.2
Besteht bei Hausärzten/Fachärzten die Bereitschaft, sich in vernetzte Strukturen einbinden zu lassen? Ggf. unter welchen Bedingungen?

5.3
Welche Vergütungsmöglichkeiten sind ggf. vorsehen?



Beginn:

01.06.2003


Abschluss:

30.06.2004


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

(Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2755


Informationsstand: 20.08.2019