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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Ambulante psychosomatische Nachsorge nach dem Hannover-Curriculum

Um das stationäre Rehabilitationsergebnis zu stabilisieren und die Versicherten an der kritischen Schnittstelle zwischen stationärem Aufenthalt und Rückkehr in den Alltag zu unterstützen, bieten wir unseren Versicherten ein strukturiertes ambulantes Nachsorgeprogramm im direkten Anschluss an die stationäre Heilbehandlung an.
Das Nachsorgeangebot umfasst insgesamt 25 Gruppenabende (à 90 Minuten), die in einer geschlossenen Gruppe von 8-10 Teilnehmern in den frühen Abendstunden durchgeführt werden. Case-Management- und Paargespräch-Termine können zusätzlich vereinbart werden.

Rechtsgrundlage:
§ 31 Abs. 1 Nr. 1 SGB VI

Indikation:
Versicherte aus dem Großraum Hannover mit folgenden Diagnosen: Neurotische, Belastungs- und Somatoforme Störungen (ICD10: F40-F48), Depressive Störungen ( ICD10: F32-F33), Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (ICD10: F50-F59), Persönlichkeitsstörungen (ICD10: F60).
Anschlussdiagnosen sind akute Suchterkrankungen (ICD10: F10-F19) und Psychosen (ICD10: F20-F31).

Besonderheiten:
Das ambulante psychosomatische Nachsorgeprogramm soll die Integration der in der vergangenen stationären Rehabilitation erreichten Behandlungsergebnisse und Konfliktlösefähigkeiten fördern. Darüber hinaus wird der Nachsorgegruppenleiter zum Case-Manager seiner Patienten, indem er die Angebote und Möglichkeiten verschiedener Professionen (Ärzte, Psychotherapeuten, Rehafachberater, Beratungsstellen) miteinander koordiniert und den Teilnehmern Unterstützung zur Bewältigung der unterschiedlichen, manchmal sehr gravierenden sozialen und gesundheitlichen Probleme vermittelt.

Dokumentation:
Das Projekt wurde durch die Medizinische Hochschule Hannover evaluiert.

Kosten/Nutzen:
Es konnte gezeigt werden, dass sich die Teilnehmer der ambulanten Nachsorge gegenüber der Vergleichsgruppe in ihrer Symptomatik signifikant verbessern konnten. Gleichzeitig gelang es, die Arbeitsunfähigkeitstage der Teilnehmer im Katamnesezeitraum noch weit über das Niveau der Vergleichsgruppe hinaus zu reduzieren.

Die Projektphase wurde erfolgreich abgeschlossen, derzeit Ausweitung auf gesamten Zusändigkeitsbereich, Übernahme in die Regelversorgung ab Juni 2001



Beginn:

01.01.1995


Abschluss:

31.12.2000


Art:

Eigenprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2767


Informationsstand: 06.12.2019