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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Case-Management 'Rechtzeitig beginnen' für / bei Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Um die Zugangswege zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu verkürzen, arbeitet die LVA Hannover mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkasse Leer, Emden und Aurich sowie den ortsansässigen Krankenkassen eng und übergreifend im Sinne von § 10 Abs. 1 SGB IX zusammen.

Sobald im Rahmen einer Untersuchung beim MDK festgestellt wird, dass der bisherige Arbeitsplatz aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr eingenommen werden kann, wird der Versicherte an den Reha-Fachberatungsdienst der Aussenstelle Leer der LVA Hannover verwiesen.

Die dort vorgenommene Beratung verfolgt als oberstes Ziel, den eventuell noch vorhandenen Arbeitsplatz durch entsprechende Leistungen (z. B. technische Arbeitshilfen, Arbeitsplatzausstattungen ggf. Anpassungsqualifizierungen, Umsetzungen usw.) zu erhalten.

Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, werden andere Maßnahmen überlegt.

Für die Bewilligung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden Entscheidungswege verkürzt und Verfahren beschleunigt, um schnell und unbürokratisch reagieren zu können. Während des Projektes wurde zudem eine Psychologin als Case-Managerin eingestellt, die als Halbtags-Beschäftigte den Reha-Fachberatungsdienst unterstützt.

Im Zeitraum vom 01.03.2002 bis 31.03.2003 konnten von den in dieser Zeit 56 abgeschlossenen Case-Managementfällen 17 Beschäftigungsverhältnisse erhalten bleiben.

Rechtsgrundlage: § 10 Abs. 1 SGB IX

Indikation: Versicherte, die aufgrund ihrer gesundheitlicher Einschränkungen den bisherigen Arbeitsplatz nicht wieder einnehmen können.

Besonderheiten: Umgehende Einschaltung des Fachberatungsdienstes über die enge Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen und den ortsansässigen Krankenkassen.

Dokumentation: Die Evaluation erfolgt über das Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander-Iniversität Erlangen-Nürnberg.

Kosten/ Nutzen: Einsparung der Aufwendungen für weitergehende Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Erhaltung des Arbeitsplatzes. Als zusätzlicher Kostenfaktor ist die Einstellung der Psychologin für die Aufgaben der Case-Managerin zu berücksichtigen.



Beginn:

23.02.2000


Abschluss:

30.10.2004


Art:

Wissenschaftliche Arbeit / Umsetzungsprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2770


Informationsstand: 09.04.2020