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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Analyse der Auswirkung der DRG-Einführung auf die medizinische Rehabilitation

Der Gesetzgeber hat mit dem Gesundheitsreformgesetz 2000 weitreichende Änderungen im Krankenhausbereich eingeleitet. Gem. § 17 b KHG wird für die Vergütung der allgemeinen Krankenhausleistungen ein durchgängiges, leistungsorientiertes und pauschalierendes Vergütungssystem (DRG - System) eingeführt.
Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass die Einführung des DRG-Systems zu erheblichen Auswirkungen im Bereich der Akutmedizin und der nachfolgenden medizinische Rehabilitation sowie Nachsorge geführt hat. In der vorgesehenen Studie sollen die DRG-Auswirkungen auf die Anschlussrehabilitation (Anschlussheilbehandlung) erfasst werden.

Gegenstand der Untersuchung ist u. a. der Reha-Status bzw. die Funktionskapazität bei Aufnahme der Rehabilitanden, die Entwicklung des Pflegeaufwandes bzw. der Behandlungskonzepte, die Dauer der Behandlung sowie der Entlassungsstatus unter DRG-Bedingungen. Der Beginn der Datenerhebung ist für Mitte 2003 vorgesehen. Da für 2003 die DRG-Einführung auf freiwilliger Basis erfolgt, ist es möglich, Patienten aus DRG-Krankenhäusern mit solchen aus Kliniken zu vergleichen, die noch nicht mit DRG abrechnen. Weil die DRG schrittweise eingeführt bzw. budgetwirksamer werden, ist es sinnvoll, weitere Erhebungen in den Folgejahren durchzuführen. Dabei könnten die unter Nicht-DRG-Bedingungen erhobenen Daten aus 2003 als Referenzwerte dienen.

In das Projekt sind mit der Orthopädie und der Kardiologie die beiden größten AHB-Indikationen einbezogen. Geplant ist eine Stichprobengröße von insgesamt etwa 750 Rehabilitanden. Die Erhebungen sollen Informationen über die durchgeführten Behandlungen und den Entlassungsstatus in den Akutkrankenhäusern umfassen. Zudem sind Erhebungen in den Rehabilitationseinrichtungen bei Aufnahme und Entlassung sowie 6 Monate nach Reha-Ende geplant.

Die erfassten Merkmalen beziehen sich sowohl auf den Gesundheitszustand der Rehabilitanden als auch auf die Behandlungs- und Nachsorgeleistungen sowie auf den Reha-Outcome (u. a. berufliche Wiedereingliederung). Die Datenerbehebung soll überwiegend mit Standardinstrumenten erfolgen (u. a. IRES-Fragebogen).



Beginn:

01.08.2003


Abschluss:

31.10.2004


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Bund
Landesversicherungsanstalt Westfalen (jetzt: DRV Westfalen)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2850


Informationsstand: 14.04.2020