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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Unterschrift des Rehabilitanden unter den vereinheitlichten Entlassungsbericht ('Patientenunterschrift')

Welche Auswirkungen hat es auf das Rehaergebnis, gemessen an der Teilhabestörung, auf die Patientenzufriedenheit und auf die Arbeitsorganisation in der Reha-Klinik, wenn vor der Abreise dem Rehabilitanden sein Entlassungsbericht zur Unterschrift vorgelegt wird?
Zu dieser Frage fand eine Pilotstudie 'Patientenunterschrift in der Rheumaklinik Bad Wurzach, Universitätsrehabilitationsklinik' statt. Sie verlief so erfolgreich, dass die Klinik bei dem Verfahren geblieben ist. Die Patientenzufriedenheit steigt, verglichen zu den vier Quartalen des Vorjahres, stark an. Verweigert haben die Unterschrift nur sehr wenige, fast alle freuten sich über das Exemplar, das sie mit nach Hause bekamen und über die Möglichkeit, mit dem Arzt den Brief zu besprechen. Die Teilhabestörung wird durch den Arzt schärfer bewertet. Die bekannte Diskrepanz zwischen der Arztbeurteilung und der Selbstbeurteilung durch den Patienten besteht weiterhin, der Arzt 'schönt' das Ergebnis auch dann nicht, wenn der Patient mitwirkt. Die Realisierung in der Klink setzt eine Änderung der Arbeitsorganisation voraus: neben einer rechtzeitigen Abschlussuntersuchung sind ein optimierter, EDV-unterstützter 'workflow' und die Umwandlung der bislang lose aneinandergeketteten Funktionalität der Arztbriefentstehung in einen gesteuerten Prozess Voraussetzungen in der Klinik. Die bisherige Messung der 'Termintreue Arztbriefe', d. h. die Laufzeit nach Entlassung, entfällt.



Beginn:

01.03.2003


Art:

Eigenprojekt



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Abstract

Patients' Signatures on Discharge Reports

How is the outcome of rehabilitation with respect to participation, patients` satisfaction and work organisation in the rehabilitation hospital influenced if the patients sign their discharge reports before leaving?
This has been investigated in a pilot study in the Rheumaklinik Bad Wurzach, a rehabilitation centre for rheumatism, joint and bone diseases. The outcome of this pilot study was so successful that the hospital decided to stick with the new procedure. Patients` satisfaction increased strongly, compared to the previous four quarters. Only very few patients refused to sign the discharge report, almost all were happy to obtain a copy to take home and to have the opportunity to discuss the report with their physician if desired. Physicians judge patients` impairments clearer while the discrepancy between patients` and physicians` judgements which is known from many studies remians, i.e. the physician does not gloss over if the patients is involved. Implementation requires changes in work organisation of the hospital. Prerequisites are a timely discharge examination, an optimised computer-supported workflow and the transformation of loosely coupled functional units to a managed process. Monitoring the timely delivery of the discharge reports thus becomes obsolete.


Referenznummer:

R/FO2900


Informationsstand: 20.12.2019