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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Erlanger Schlaganfall Projekt/ Erlangen Stroke Project (ESPro)

Es werden systematisch die Schlaganfälle einer Region erfasst. Die gesammelten Daten bieten die Grundlage für die Entwicklung einer besseren Versorgung von Schlaganfallpatienten und wirksamere Präventionsmaßnahmen.

Schlaganfälle treten mit fortschreitendem Alter häufiger auf. Sie führen nicht selten zu schweren körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen mit Pflegebedüftigkeit und eingeschränkter Mobilität. Sie bedeuten für den Betroffenen und dessen Familie einen gravierenden Einschnitt in ihrem Leben und verursachen erhebliches menschliches Leid. Dazu kommt die ökonomische Belastung, die sich bei der Notwendigkeit zu einer umfassenden Pflege ergibt.
Angesichts der kontinuierlichen Zunahme alter Menschen stellt das Problem Schlaganfall unsere Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Deshalb ist es besonders wichtig Strategien zu entwickeln, die Schlaganfällen vorbeugen helfen und bei bereits eingetretenem Schlaganfall eine rasche und effektive Therapie ermöglichen. Diesem Ziel dient das Erlanger Schlaganfallprojekt durch systematische Erfassung und Begleitung von Schlaganfallpatienten einer repräsentativen Region.

Mit dem Erlanger Schlaganfall Projekt werden langfristig und kontinuierlich epidemiologische Daten über Inzidenz und Prävalenz von Schlaganfällen sowie zu deren Pflegebedarf und Kosten bereitgestellt, indem systematisch die Schlaganfälle innerhalb der genau definierten und repräsentativen Population der Stadt Erlangen erfasst werden. Diese Daten werden auf ganz Bayern und auf andere Regionen hochgerechnet. Die Nutzung dieser Daten für Zwecke der Krankenhausbedarfsplanung wird sichergestellt.

Durch individuelle Verlaufsbeobachtungen werden wesentliche Daten zum Risikoprofil, Schweregrad der alltagsrelevanten Behinderungen, zur persönlichen Lebensqualität sowie Versorgungszufriedenheit der Schlaganfallpatienten ermittelt. Durch die systematische Begleitung der Schlaganfallpatienten innerhalb der definierten Population aus der Stadt Erlangen von der Akutphase über die Rehabilitation bis hin zur Wiedereingliederung werden die Standards der Behandlung überprüft und Qualitätsindikatoren entwickelt bzw. fortentwickelt, die für die Beurteilung der Behandlungs- und Ergebnisqualität notwenig sind.

Das Erlanger Schlaganfallprojekt existiert seit 1994 und hat sich seitdem laufend fortentwickelt.



Beginn:

01.04.1994


Abschluss:

31.12.1998


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Gesundheit



Weitere Informationen


Abstract

The Erlangen Stroke Project (ESPro) - a community-based study on the long-term outcome of stroke.

The Erlangen Stroke Project (ESPro) is a prospective community¬ based stroke registry in Bavaria, Germany covering a total study population of 100 300 inhabitants (census 2006). Since 1994, the ESPro is continously monitoring incidence rates, risk factors, cause, and long-term outcome of stroke. The study population, clinical definitions, methods of assessment, and investigations have been described in detail elsewhere.

Case ascertainment
From 1994 on all hospitalized and non-hospitalized patients in the study area with suspected fatal or nonfatal stroke or transient ischaemic attack are regularly identified. To ensure completeness of case ascertainment, standardized criteria are applied. Details regarding the case ascertainment are previously published. Briefly, to identify patients admitted to hospital, daily checks of hospital admission and discharge records are made in the study area. To ensure complete case ascertainment among the elderly, nursing and residential homes are checked for non-hospitalized stroke patients. For an accurate estimate of the number of nonfatal strokes that are managed outside the hospital, the general practitioners in the community are checked regularly.

Data collection
Special trained study nurses and research assistants collect all data prospectively as previously described in detail. Stroke diagnosis is defined by a study clinician according to the criteria of the World Health Organisation. Patients with first- ever lifetime stroke are included in the study.

Pathological subtypes
Classification of pathological stroke subtype (ischaemic stroke [IS], primary intracerebral haemorrhage [PICH], and subarachnoid haemorrhage [SAH]) is established by means of brain imaging (CT or MRI scan) or necropsy examination. All patients with stroke in whom imaging or necroptic examination could not be performed are classified as unspecified stroke (UNS).

Aetiological Subtypes
For determination of aetiological subtype of ischaemic stroke, the original TOAST (Trial of ORG 10172 in Acute Stroke Treatment) criteria are used. Categories of the TOAST classification are large-artery atherosclerosis (LAA), including large-artery thrombosis and artery-to-artery embolism; cardioembolism (CE); small artery occlusion (SAO); stroke of other determined cause (OC); and stroke of undetermined cause (UND).


Referenznummer:

R/FO2937


Informationsstand: 04.12.2019