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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Evaluation beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen am Beispiel von Einrichtungen der ambulanten und stationären beruflichen Rehabilitation

Bei dem Projekt handelt es sich um die erste umfassende Evaluationsstudie zu verschiedenen Ansätzen von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Im Rahmen der Studie wurde die Versorgungssituation in ausgewählten Einrichtungen systematisch erfasst und insbesondere die Prozess- und Ergebnisqualität bei verschiedenen Einrichtungen und Formen der beruflichen Rehabilitation evaluiert. Die Untersuchung erfolgte durch Befragung der Rehabilitanden mittels standardisierter Fragebögen sowie durch Auswertung von Routinedaten.

Die wesentlichen Untersuchungsergebnisse für die drei untersuchten Formen beruflicher Reha-Maßnahmen (Ausbildung in Berufsförderungswerken, Ausbildung nach dem innerbetrieblich-wohnortnahen Modell, Qualifizierungsmaßnahmen kürzerer Dauer) betreffen:
1. Merkmale der drei Studienpopulationen
2. Indikatoren der Prozessqualität der Bildungsmaßnahmen
3. Fehlzeiten und Reha-Abbruch
4. Indikatoren der Ergebnisqualität der Leistungen
5. Einflussfaktoren für das vorzeitige Ausscheiden aus der Maßnahme (Reha-Abbruch) und für die berufliche Wiedereingliederung.

Mit den Befragungen wurden zahlreiche Indikatoren für die Qualität der Leistungserbringung in den drei Formen von Bildungsmaßnahmen gewonnen. Die Beurteilung aus Sicht der Rehabilitanden ergab ein überwiegend positives Bild. Die Prognosemodelle zum Reha-Abbruch und zur beruflichen Reintegration haben eine Reihe grundlegend neuer Erkenntnisse gebracht und einige der bisherigen Forschungsbefunde bestätigt und erhärtet. Bisher standen eher soziodemografische und arbeitsmarktbezogene Merkmale als bedeutsame Einflussgrößen im Vordergrund. Die Prognosemodelle der vorliegenden Studie lenken den Blick auf einige psychologische und soziale Faktoren. Dies verdeutlicht zum einen die Notwendigkeit, für die Vorhersage der erfolgreichen Wiedereingliederung - über die sogenannten 'Routinedaten' hinausgehend - Rehabilitandenmerkmale zu Beginn der Umschulung mittels eines standardisierten Fragebogens zu erfassen. Zum anderen eröffnen die psychosozialen und gesundheitlichen Einflussfaktoren die Möglichkeit, schon zu Beginn der Umschulung präventiv auf bestimmte Risikogruppen (zum Beispiel Rehabilitanden mit niedriger sozialer Unterstützung, wenig interner Kontrollüberzeugung, ausgeprägten Schlafstörungen und Schmerzen) einzuwirken, um so deren Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung zu erhöhen.

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.



Beginn:

01.06.2002


Abschluss:

31.12.2007


Art:

Gefördertes Projekt / Studie / Evaluation


Kostenträger:


Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt / Mecklenburg-Vorpommern

Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO2956


Informationsstand: 14.04.2020