Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Module beruflicher Orientierung (MBO-PS): Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung durch Optimierung der Zuweisungssteuerung sowie der Behandlungsabläufe

Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung durch Optimierung der Zuweisungssteuerung sowie der Behandlungsabläufe und eine stärkere Fokussierung der Therapie auf den Erhalt und Wiederherstellung der beruflichen Leistungsfähigkeit; wissenschaftliche Projektbegleitung im Rahmen eines Modellversuches in Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Rentenversicherung.

Wesentliche Fragestellungen / Untersuchungsschwerpunkte sind:

Die MBO-neutralen bzw. MBO-spezifischen Interventionen selbst und ihre Wirkungen;

Eine interne und externe Evaluation der Prozeß- und Outcome-Ebene der medizinischen Rehabilitation mit speziellen Modulen beruflicher Orientierung.

Hierbei sind die Fragestellungen:
a) Was zeichnet die MBO-spezifischen Interventionen aus, d. h. welche speziellen Leistungen insgesamt, aber auch in den einzelnen Gruppen (psychologischer Schwerpunkt; beruflich-funktioneller Schwerpunkt; beruflich-psychosozialer Schwerpunkt) resultieren aus den jeweiligen Diagnosen und wie unterscheiden sie sich?

b) Welche Indikatoren (Zugangsbedingungen und Behandlungsebene) spezifizieren den Reha-Erfolg?

c) Gib es Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen hinsichtlich dieser Indikatoren?

d) Bleibt ein u.U. am Ende der Reha gemessener Erfolg zeitlich stabil?

e) Gibt es wesentliche, den Mehraufwand rechtfertigende Erfolgsparameter gegenüber der rein medizinischen Rehabilitation?

Um die Erfolgsparameter beurteilen zu können, bedarf es darüber hinaus auch einer Analyse des Rehamanagements nach der medizinischen Rehabilitation, d. h. welche Nachsorgeaktivitäten sind hier zu verzeichnen und wie gestaltet sich eine möglicherweise nachfolgende berufliche Rehabilitation?

Die weitere Entwicklung einer in der Zuweisungspraxis handhabbaren Checkliste für die unterschiedlichen Bedürftigkeitskategorien (Eine praktische Anwendung einer solchen Checkliste und eines daraus zu entwickelnden Zuordnungsalgorithmus im Rahmen einer routinemäßigen, EDV-unterstützten Auswahl und Zuweisung könnte bei dem beteiligten RV-Träger erprobt werden. Grundlage hierfür bildet die schon in der Machbarkeitsstudie im Sinne einer methodischen Konzeptentwicklung (Fallzahlenproblem) begonnene Extraktion wesentlicher Zusammenhänge zwischen wichtigen Indikatoren. Diesbezüglich lassen sich mit Hilfe von R/C-Modellen und Korrespondenzanalysen wesentliche Merkmalskomplexe darstellen. Dieser eher grundlagenorientierten Arbeitsschritt soll die Konzentration auf die Erhebung relevanter Merkmale ermöglichen,d. h. letztendlich wird hier der Versuch unternommen, ein Instrument zur Datenreduktion zu gewinnen mit dem u.U. der Datenerhebungsaufwand reduziert werden kann.



Beginn:

01.08.2000


Abschluss:

31.01.2004


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Klinik Porta Westfalica
Steinstr. 65
32547 Bad Oeynhausen



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3003


Informationsstand: 16.12.2013