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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Strategien für die Zukunft - Entwicklung Sozialer Unternehmen in NRW

In der Entwicklungspartnerschaft (EP) werden neue Ansätze und Strategien erprobt, welche die Entwicklung der Integrationsunternehmen nachhaltig unterstützen sollen.

Seit Mai 2002 kooperieren in dieser EP sieben Integrationsunternehmen und mehrere Expertenprojekte mit dem Ziel, eine dauerhafte wirtschaftliche Stabilisierung der Integrationsunternehmen durch eine vertiefte Kooperation mit regionalen Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu erreichen. Auf dem Weg zu diesem Ziel sollen die vielfältigen und regional unterschiedlichen Erfahrungen reflektiert und analysiert werden, um diejenigen Faktoren festzuhalten, die solche Kooperationen fördern, und damit als betriebswirtschaftliche Strategie auf andere Integrationsunternehmen übertragen werden können.

Soziale Unternehmen (in enger Kooperation mit anderen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes) können und sollen somit letztlich beweisen, dass betriebswirtschaftliche Strategie und soziales Engagement einander nicht widersprechen, und dass auf der Grundlage von gleichwertigen Kooperationsbeziehungen alle Beteiligten einen dauerhaften betriebswirtschaftlichen und sozialen Nutzen erzielen können. Für andere Unternehmer/innen, ob sie nun ein Integrationsunternehmen oder einen reinen Wirtschaftsbetrieb führen, können und sollen die in diesem Projekt erzielten Erfahrungen Anregung und Know-how liefern, ihrerseits Kooperationen aktiv zu suchen und auszugestalten, um auf dem Markt Synergieeffekte sinnvoll nutzen zu können.

Die Entwicklungspartnerschaft arbeitet auf drei Ebenen:

1. Firmenprojekte:
erarbeiten und erproben auf der Basis von konkreten Kooperationsmodellen mit Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes neue Wege und Konzepte

2. Expertenprojekte:
beschäftigen sich mit folgenden Themen:
- Identifizierung erfolgreicher Firmenkonzepte
- Entwicklung eines Benchmark-Systems zur qualitativen Entwicklung Sozialer Unternehmen
- Vergaberichtlinien öffentlicher Aufträge an Soziale Unternehmen
- Aufbau von Erfahrungsverbünden
- Bereitstellung von Stiftungskapital bzw.
Bereitstellung von Risikokapital

3. die Entwicklungspartnerschaft als Innovationsnetzwerk; sie gewährleistet auf der Grundlage eines verbindlich festgelegten Arbeitsplanes, dass die gemeinsamen Ressourcen sinnvoll genutzt und die Arbeit ziel- und ergebnisorientiert durchgeführt wird.

Träger der Entwicklungspartnerschaft ist der gemeinnützige Verein 'pro concept e.V.'. Alle Partner sind Mitglieder des Vereins. Mit diesem Konzept wird die Mitbestimmung der Beteiligten gesichert. Die bei den Landschaftsverbänden angesiedelten Integrationsämter in Köln und Münster sowie weitere strategische Partner unterstützen den Verein und das Projekt. Mit der Gesamtkoordination der Entwicklungspartnerschaft auf nationaler und transnationaler Ebene wurde die 'Fachberatung für Arbeits- und Firmenprojekte (FAF) gGmbH' in Köln beauftragt. Eine Analyse und Bewertung des gesamten Entwicklungsprozesses und der Projektergebnisse wird durch eine begleitende Projektevaluation gewährleistet.

Die regelmäßig zu Fachthemen stattfindenden Workshops aller operativen Partner sichern den Austausch und die Zusammenarbeit. Auf Tagungen mit den strategischen Partnern findet der Transfer der Erfahrungen und der Ergebnisse an die politischen Entscheidungsträger und die öffentliche Verwaltung im Sinne des geforderten Mainstreaming statt.



Beginn:

01.05.2002


Abschluss:

31.05.2005


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union
EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL
Inklusionsamt Rheinland (vom Landschaftsverband Rheinland)
Inklusionsamt Westfalen (vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3100


Informationsstand: 13.01.2020