Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Assessment Center in der beruflichen Rehabiltiation

Unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus betrieblicher AC-Praxis und aktueller AC-Forschung wurde das Assessment Center ASKOR zum Einsatz in der beruflichen Rehabilitation entwickelt. ASKOR soll Schlüsselqualifikationen, in erster Linie soziale Kompetenzen, erfassen, da diese einerseits im modernen Berufsleben eine immer größere Rolle spielen, andererseits aber auch sehr schwer zu erfassen sind. AC bietet hier eine Alternative zu anderen Methoden, ASKOR wurde bislang in unterschiedlichen Rehamaßnahmen des BFW-Michaelshoven durchgeführt (Betriebliche Integrationsförderung, Umschulung Bürokaufleute) bei insgesamt N=54. Um den Nutzen für Teilnehmer und Verantwortliche der Maßnahmen zu ermitteln, werden nach der Durchführung des AC Fragebögen verteilt, unter anderem mit Fragen zum erlebten Nutzen für die weitere berufliche Planung. Darüber hinaus wird die prognostische Güte in Bezug auf den Integrationserfolg ermittelt.

Im AC schätzen immer zwei Beobachter einen Teilnehmer ein, so dass die Interraterreliabilität berechnet werden kann. Zusätzlich werden eignungsdiagnostische Interviews durchgeführt. Einzelne Schlüsselqualifikationen werden auch mit PC-Simulationen (Hamet2) erfasst. Außerdem erfolgen Einschätzungen der Schlüsselqualifikationen durch die Verantwortlichen der jeweiligen Reha-Maßnahme. Alle Teilnehmer gehen nach dem AC in ein Praktikum oder Training on the Job, wo nach mehreren Wochen eine Einschätzung durch die Vorgesetzten erfolgt.

Insgesamt schätzten die Teilnehmer das Feedback zum AC als hilfreich für die weitere berufliche Planung ein. Die Interraterreliabilitäten waren zufrieden stellend (überwiegend r < .60). Darüber hinaus ergab sich eine gute prognostische Güte des AC in Bezug auf den Integrationserfolg. Teilnehmer, bei denen eine hohe Passung bezüglich Schlüsselqualifikationen und angestrebtem Beruf festgestellt worden war, hatten häufiger eine Jobzusage oder einen Job als Teilnehmer mit geringer Passung.



Beginn:

01.05.2004


Abschluss:

31.12.2006


Art:

Eigenprojekt


Kostenträger:


Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) über den Ausgleichsfonds finanziert.



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3260


Informationsstand: 11.04.2013