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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Evaluation individualisierter Qualifizierungsprozesse im Rahmen einer ganzheitlichen gestalteten Rehabilitation

Innerhalb des Projekts entwickelt das Berufsförderungswerk (BFW) Michaelshoven seit 2004 für und mit behinderten Menschen individuelle Integrationsstrategien. Individualisierung ist zu verstehen als eine didaktische Maßnahme, die auf effizientes, ökonomisches und selbstverantwortliches Lernen abzielt; bewirkt werden soll dies durch Ausrichtung der Lehr-Lern-Situation auf Interessen, Bedürfnisse und Lebenslage des Individuums (Reinhold, 1999).

Im Vordergrund stehen die Ziele, dem gesetzlichen Auftrag des SGB IX nach Subjektorientierung stärker Rechnung zu tragen und Beschäftigungsfähigkeit leichter herzustellen; Mittel für die berufliche Rehabilitation effizienter einzusetzen und die Qualität der Maßnahme zu erhöhen.

Der Lehrstuhl für berufliche Rehabilitation am Institut für Psychologie an der RWTH Aachen wurde damit beauftragt, das Projekt wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Theoretische Grundlage für die Evaluation bildet der Evaluationsansatz von Gühne, Mbarek & Spijkers (2000), der die Evaluationsmodelle von Donabedian (1966) und Kirkpatrick (1977) kombiniert. Dieser Evaluationsansatz ermöglicht es, Daten auf der Struktur-, Prozess- und Ergebnisebene auszuwerten. Auf Ebene der Strukturqualität werden die Rahmenbedingungen vor Ort im BFW analysiert, wie z. B. die Passung des Projekts in das Qualifizierungssystem des BFWs. Darüber hinaus wird der zeitliche und personelle Aufwand der am Projekt beteiligten Mitarbeiter erhoben. Die Prozessqualität wird durch die Umsetzung der Projektziele, die Ergebnisqualität über die Zufriedenheit der Mitarbeiter und Teilnehmer, den Lernerfolg und Maßnahmenerfolg erfasst. Der individuelle Ansatz des Projekts spiegelt sich in einem einzeldiagnostischen Vorgehen wider, d. h. der Erfolg jeden Teilnehmers wird in Abhängigkeit seiner Bedingungen betrachtet. Die Datenerhebung erfolgt sowohl prozessbegleitend als auch summativ durch Wochenberichte, Interviews, psychologische standardisierte Persönlichkeits- und Kompetenzfragebögen sowie die Analyse von Dokumentationsmaterialien.



Beginn:

01.01.2004


Abschluss:

30.06.2008


Art:

Gefördertes Projekt / Evaluation


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3269


Informationsstand: 31.01.2020