Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Ressourcenorientiertes Profiling

Herausforderung:
Inhalte des Angebots sind:
- Informationsveranstaltung
- Individuelles Erstgespräch
- Testdurchführung und Verhaltensbeobachtung vor Ort
- Testauswertung
- Erstellen des individuellen Stärken-Schwächen-Profils
- Auswertungs- und Orientierungsgespräch inkl. Vorstellen des Stärken-Schwächen-Profils
- Erläuterung der individuellen Empfehlung sowohl mit den Teilnehmer/ innen als auch mit den zuständigen Ansprechpartner/innen, Betreuer/innen, Ausbilder/innen etc.

Ziele:

Ressourcenorientiertes Profiling soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichen:
- ein klares Bild ihrer eigenen Person (erworbenes Wissen und Können, Einstellungen, Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen) zu erhalten, vorhandene Stärken und Schwächen deutlich zu erkennen und in Bezug auf die Arbeitswelt zu bewerten
- darauf aufbauend eine realistische berufliche Zukunft zu planen bzw. Pläne zu überprüfen (Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche, berufliche Weiterbildung und Umorientierung)
- Motivation aufzubauen, um sich aufgrund vorhandener Kompetenzen neuen beruflichen Anforderungen zu stellen

Wer über sich selbst, seine Fähigkeiten, seine Stärken und seine Entwicklungsmöglichkeiten, seine Verhaltensweisen und seine Denkstrukturen, seine Einstellungen und vor allem seine Persönlichkeit umfassend Bescheid weiß, verbessert erheblich die Möglichkeiten zum (Wieder-) einstieg in das Berufsleben.

Entsprechend der erfassten Kenntnisse und Fähigkeiten erfolgt für einen Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Zuweisung in andere Teilprojekte der Entwicklungspartnerschaft. Damit wird gewährleistet, dass sie jeweils die Förderung und Unterstützung erhalten, die sie tatsächlich benötigen, um den Einstieg in das Berufsleben zu schaffen.

Zielgruppe:

Ressourcenorientiertes Profiling richtet sich in seinen Inhalten nach den Besonderheiten der einzelnen Zielgruppen. Es kommen alle Formen der Behinderung als Zielgruppe in Frage.

Dies können sowohl körperliche Einschränkungen, psychische Beeinträchtigungen als auch soziale Benachteiligungen sein. Je nach Art und Auswirkung der Behinderungen werden die zu nutzenden Methoden und Verfahren zusammengestellt bzw. angepasst.

Bei körperbehinderten Personen beispielsweise werden andere Verfahren zu Nutzen sein, um die individuellen beruflichen Möglichkeiten zu erfassen, als bei einer Gruppe von chronisch psychisch kranken Menschen.

Da im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft eine intensive Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten besteht, kann auf das dort vorhandene Know-how in Bezug auf die einzelnen Behinderungsformen zurückgegriffen werden.

Da zunächst die zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser anderen Teilprojekte am ressourcenorientierten Profiling teilnehmen werden, ist hier eine frühzeitige Absprache zu den Einschränkungen und Besonderheiten der jeweiligen Gruppen möglich.



Beginn:

01.07.2005


Abschluss:

30.06.2007


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union
EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3416


Informationsstand: 08.11.2006