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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Theoretische Begründung und praktische Implementation des individuellen Bildungs- und Assistenzbedarfs

Der Wandel in Theorie und Praxis der Behindertenpädagogik ist nach Thimm durch 3 hervorstechende Merkmale gekennzeichnet:
1. Alltags- und Lebensweltorientierung, d. h. konsequente Ausrichtung aller Hilfen an den alltäglichen Lebenslagen und den Bedürfnissen und Nöten der Betroffenen;
2. konsequente Dezentralisierung, De-Institutionalisierung und Kommunalisierung und
3. konsequente Beteiligung der Betroffenen, Partizipation und Interessensvertretung.

Dabei leiten sich diese Elemente aus Leitzielen ab; sie sind aber zugleich kommunikations-, stigma- und institutionstheoretisch begründbar. Das Projekt nimmt die Impulse dieser Leitziele auf und untersucht dabei handlungs- oder strukturbezogene Aspekte der Implementation und Evaluation. Es knüpft an Grundlagenarbeiten zur Qualitätsentwicklung an und soll dazu beitragen, vorliegende analytische Ergebnisse zu den zentralen strukturellen und prozessualen Wirkungsbedingungen erfolgreicher De-Institutionalisierung und Behinderungsbewältigung differenziert empirisch aufzuklären. Dabei geht es auch darum, für das Spannungsfeld des pädagogischen Handelns zwischen 'System und Lebenswelt' tragfähige und praxistaugliche Konzeptionen abzuleiten (u. a. für die individuelle Bildungs- oder Assistenzplanung; Nutzerbefragung; Umfeldkonzepte).

Zentrale Fragen sind:
- Wie kann die individuelle Perspektive von Förderbedarf mit einer sozialräumlichen Perspektive (Kind-Umfeld-Analyse; Gemeinwesenorientierung; soziale Nahraumplanung, soziale Netzwerkförderung) und mit der Schul- bzw. Qualitätsentwicklung verknüpft werden?
- Wie ist der derzeitige Stand der Implementation der Förderplanung in der Praxis mit Blick auf die Erhebungsmethoden, die strukturellen Bedingungen und die Partizipation der Adressaten?
- Welche Wege werden im Bereich der Bedarfserkundung angesichts erheblicher Kommunikationsschwierigkeiten und/oder bei sehr hohem Hilfebedarf gegangen?



Beginn:

01.01.2002


Abschluss:

31.12.2005


Art:

Wissenschaftliche Arbeit



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3443


Informationsstand: 04.12.2019