Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Multizentrische prospektive Untersuchung der psychosozialen Situation laryngektomierter Karzinompatienten und ihrer Angehörigen

Fragestellung:

Ziel der Studie ist die Untersuchung des mittelfristigen Rehabilitationsverlaufes laryngektomierter Patienten (bis zu 3 Jahre nach der Operation). Es soll unter anderem die Frage beantwortet werden, welche Form der primären Stimmrehabilitation (Stimmprothese, Ösophagus, Elektrolarynx) mittelfristig am ehesten geeignet ist, die Patienten am sozialen Leben teilhaben zu lassen und sich vergleichsweise wohl zu fühlen. Hauptzielkriterien sind die Teilhabe am sozialen Leben und das psychische Befinden (Depressivität, Ängste, Gefühl der Stigmatisierung), Nebenzielkriterien sind Sprechqualität, berufliche Wiedereingliederung, Lebensqualität und Zufriedenheit mit der Behandlung.

Methoden:

Es handelt sich um eine multizentrische naturalistische Längsschnitt-Erhebung mit Kontrolle der Konfounder. Es sind sechs Befragungszeitpunkte vorgesehen (präoperativ, am Beginn der AHB, am Ende der AHB, 1 Jahr nach OP, 2 Jahre nach OP, 3 Jahre nach OP). Die Angehörigen werden zu t4, t5 und t6 befragt. Die Fallidentifikation erfolgt über die teilnehmenden Studienzentren (Totalerhebung, konsekutiv). Die Studienteilnehmer werden persönlich aufgesucht und mittels eines strukturierten Interviews befragt.

Hypothesen:

Der Rehabilitationsverlauf ist langwierig. Die Art der primären Stimmrehabilitation hängt mit der späteren Teilhabe am sozialen Leben und mit der erreichten Stimmqualität, aber nicht mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität zusammen. Die Komplikationsrate ist bei Prothesensprechern am höchsten. Am belastendsten für die Patienten sind Einschränkungen in der körperlichen Leistungsfähigkeit. Die Patienten sind umso zufriedener mit der Behandlung und mit der Qualität ihrer Ersatzstimme, je mehr sie in den Entscheidungsprozess über die Art der primären Stimmrehabilitation einbezogen wurden. Ein Großteil der Patienten im erwerbsfähigen Alter erhält Erwerbsminderungsrente. Die berufliche Rehabilitation gelingt vor allem bei Selbständigen. Die Angehörigen sind mindestens ebenso belastet wie die Patienten.



Beginn:

01.09.2005


Abschluss:

31.08.2012


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstr. 32
53113 Bonn



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3653


Informationsstand: 22.03.2018