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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Untersuchung geschlechtsspezifischer, biomedizinischer und psychosozialer Einflüsse auf den langfristigen Erfolg von Rehabilitationsmaßnahmen bei Patienten mit akuter koronarer Herzkrankheit -Anschlussvorhaben mit Interventionsstudie (zweite Förderphase)

Hintergrund:

Die vorläufigen Ergebnisse der nicht-interventionellen Kohortenstudie der ersten Förderphase haben bereits eine Reihe relevanter geschlechtsspezifischer Unterschiede im Verlauf der kardiologischen Rehabilitation gezeigt, die in diesem Anschlussvorhaben weiter verfolgt werden sollen und außerdem die Grundlage bilden für eine auf Frauen zentrierte Interventionsstudie.

Ziele und Fragestellungen:

Erstens sollen im Anschlussvorhaben über den verlängerten Follow-up-Zeitraum von drei Jahren die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Hinblick auf die Outcome-Variablen Rezidivrisiko, Mortalität, Reintegration in das Alltags- und Erwerbsleben, Veränderungen in der subjektiven und objektiven Gesundheit weiter untersucht werden. Zweitens soll in einer zusätzlichen Interventionsstudie, die nur Frauen einschließt, die kurz- und langfristige Wirksamkeit spezifischer therapeutischer Maßnahmen für Frauen evaluiert werden, die bereits während der stationären Anschlussheilbehandlung beginnen und im Rahmen eines intensivierten Nachsorgeprogramms fortgesetzt werden.

Studiendesign:

A) Prospektive Follow-up-Studie (3 Jahre nach erster akuter Koronarerkrankung) mit etwa 300 Männern und 200 Frauen nach stationärer AHB. B) Randomisierte Interventionsstudie mit ca. 150 Frauen (75 'Fälle' und 75 Kontrollen). Zusätzlich ca. 100 'historische' Kontrollen aus der laufenden Kohorte; Dauer: 18 Monate.

Untersuchungsmethoden:
Standardisierte physische Messungen und standardisierte Interviews und Fragebögen zum Selbstausfüllen zur Erfassung des medizinisch-therapeutischen und psychosozialen Hintergrunds, der physischen und verhaltensbedingten Risikofaktoren und der subjektiven Gesundheit. Telefonische Interviews in der Follow-up Untersuchung. Intervention während der stationären AHB: Frauenspezifisches Bewegungs-, Ernährungs-, Motivations- und Aufklärungsprogramm sowie spezielle psychologische Maßnahmen (insbesondere zur Angst- und Depressionsbewältigung, Gewinnen von Selbstsicherheit). Geschlossene Frauengruppen bei speziellen Themen. Intensivierte Nachsorge: Gezielte Vermittlung ambulanter Herzgruppen, vierteljährliche telefonische Nachbefragung, Einbeziehung eines Verwandten oder Familienangehörigen, 'Patientenpass' mit konkreten Empfehlungen und Hausarzteintragungen.

Forschungsverbund Bayern



Beginn:

30.11.2001


Abschluss:

30.11.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

Study of gender-specific, biomedical, and psychosocial influences on long-term outcome of cardiac rehabilitation among patients after first acute coronary event.

The present study is based on findings of a preceding project also funded by BMBF. The previous study has shown significant gender differences in physical and mental health during the course of rehabilitation among patients who had suffered a first heart attack. The present project comprises two studies: 1. A three-year follow-up of the participants of the preceding study (309 men and 201 women, aged 30 to 75, who were admitted to a cardiac rehabilitation clinic after their first acute coronary event); 2. An intervention study which includes women only (control group: n = 81 women; intervention group: n = 81 women) to test the effects of a women-specific rehabilitation programme compared to "usual care”. Results: 1. The age-adjusted findings of the three-year follow-up-study showed that the subjective physical and mental health of women continued to be worse during the long-term follow-up, and the sex differences in well-being increased according to the higher co morbidity of women. Regarding behavioural risk factors, low physical activity was a major problem among women, whereas men were just as often cigarette smokers as women (14%) 3 years after myocardial infarction. 2. The findings of the intervention study revealed that women of the intervention group were significantly more satisfied than the usual care group with all aspects of the rehabilitation programme during the hospital stay (e.g. psychological care, nutritional counselling, exercise programme). They also showed a significant increase in "self-efficacy”, whereas no change was observed in the usual care group. After discharge from the rehabilitation hospital, women of the intervention group took significantly more often part in ambulant rehabilitation groups and were 12 months after hospital discharge generally physically more active than the control group. The high acceptance of the women-specific intervention programme by patients, physicians and therapists has already resulted in the implementation of the (slightly modified) programme in the routine care of the Klinik Hoehenried.


Referenznummer:

R/FOFVB1B6


Informationsstand: 14.06.2018