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Angaben zum Forschungsprojekt

Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) - Neue Finanzierungskonzepte für das Rehabilitationssystem auf der Basis von definierten Leistungskorridoren und Qualitätsanforderungen

Hintergrund:

In den letzten Jahren sind vor allem im kurativen Versorgungsbereich in vielen Ländern diagnose-bezogene Fallpauschalen eingeführt worden: in Deutschland wird mit der Einführung von DRGs begonnen. Die Übernahme in die Rehabilitation ist aufgrund der inhaltlichen und konzeptionellen Besonderheit nicht ohne weiteres möglich. Fallpauschalen in der Rehabilitation setzen insbesondere die Identifikation von Fallgruppen mit definierten Behandlungsstandards voraus.

Ziele und Fragestellungen:

Ziel des Projektes ist die empirische Ableitung und Experten-Konsensausbildung zur Definition von Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) in der orthopädischen und kardiologischen Rehabilitation. RMK sind Rehabilitandenfallgruppen mit definierter Eingangsdiagnose sowie prozessbezogenen Leistungskorrigoren und Qualitätsanforderungen.

Studiendesign:

In der ersten Phase wurden Prozessdaten der BfA mit eingangsdiagnostischen (ICD-9) und therapeutischen (Klassifikation Therapeutischer Leistungen, KTL) Angaben analysiert. Es wurde festgestellt, dass die KTL-codierte Daten einer prozess- und handlungsorientierten sowie evidenzbasierten und fachlich begründeten systematischen Ordnung zugeführt werden können, um auf empirischer Basis Behandlungsstandards für klinisch relevante Patientengruppen ermitteln zu können. Auf dieser Basis erfolgte eine Analyse der KTL-verschlüsselten Leistungsdaten der Kliniken. Die Ergebnisse wurden mit Fachvertretern der Rehabilitationsträger, Klinikexperten sowie Fachgesellschaften diskutiert. In der zweiten Phase wurde über eine ökonometrische Modellierung von BfA-Prozessdaten untersucht, in welchem Zusammenhang die derzeitigen Vergütungssätze zu den Rehabilitanden-, Leistungs- und Klinikmerkmalen stehen.

Ergebnisse:

Es wurde ein neuer Ansatz für eine evidenzbasierte und handlungsorientrierte kategoriale Systematik KTL-verschlüsselter therapeutischer Leistungen erarbeitet. In der Sport- und Bewegungstherapie, als dem leistungsintensivsten Bereich, werden die 4 Zieldimensionen 'Kraft', 'Ausdauer', 'Beweglichkeit' und 'Flexibilität' unterschieden, in der Gesundheitsbildung 'education', counceling' und 'behavioral interventions'. Unter Rückgriff auf diese Kategorien wurden empirisch begründete und im fachlichen Konsens gewonnene Empfehlungen für Behandlungsstandards in der kardiologischen und orthopädischen Rehabilitation erarbeitet.

Forschungsverbund BBS



Beginn:

01.01.1999


Abschluss:

31.12.2001


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

Reha-Management-Categories (RMK) - New financing concepts for the Reha system on the basis of defined achievement passages and quality requirements

With the aim of achieving performance-related remuneration, DRG's (Diagnoses Related Groups) have been introduced into the health service of various countries over the past few years - albeit to differing degrees. In Germany, these have been binding in the in-patient treatment of acute cases since 1996. Corresponding approaches in the field of medical rehabilitation are limited to individual solutions or model trials. It is not possible simply to adopt the DRG's for the medical treatment of acute cases due to the particularities of medical rehabilitation. Experience so far shows that DRG's only result in more efficiency and quality within the scope of modern management concepts such as Managed Care and Total Quality Management. In terms of structural policy, pension schemes are responsible for medical rehabilitation, they also mark out the framework for the proposed project on the development and testing of rehabilitation management categories.

The aim of the project is in the first phase the empirical derivative and establishment of consensus among experts on a clinically relevant definition of rehabilitation case groups - initially for orthopaedics and cardiology - in the medical rehabilitation of the pension scheme. Progress-based benefit corridors and quality requirements are to be defined as part of this. The pre-requisites for this were created in medical rehabilitation by the classification of therapeutic services and the quality assurance programme of the pension scheme (progress- and results-based quality documentation in the rehabilitation clinics). The economic assessment of the rehabilitation case groups is limited in phase 1 to an econometric determination of costs. A more far-reaching assessment relating to price calculation is planned for phase 2 - which is not being applied for here.

In phase 1 the benefit of the project is its contribution to the Information, Quality and Network Management in the area of responsibility of the pension scheme to provide rehabilitation.


Referenznummer:

R/FOFVB2A3


Informationsstand: 20.08.2019