Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Direkte und indirekte Kosten und Erträge der Rehabilitation - Rehabilitation der Rentenversicherung als Instrument der sozialen Sicherung

Hintergrund:

Bisher fehlen systematische Untersuchungen zur Modellierung und empirischen Messbarkeit von Rehabilitationsbedürftigkeit und ihrer Auswirkungen auf die Nachfrage nach medizinischer Rehabilitation und weiteren Gesundheitsversorgungsleistungen sowie zum Inanspruchnahmeverhalten und damit verbundenen Gesundheitsausgaben.

Ziele und Fragestellungen:

Ziel der Studie ist die Identifizierung von Inanspruchnahme, Kosten für Gesundheitsleistungen in Abhängigkeit vom funktionalen, psychosozialen und Kontextstatus (FPK-Status) bei Rentenversicherten. In einer als Quer- und Längsschnittstudie (2 Messzeitpunkte) angelegten Befragung sollen für Personen mit verschiedenen identifizierbaren Bedüftigkeitskonstellationen Veränderungen hinsichtlich Inanspruchnahme und entsprechender Kosten im Jahresverlauf untersucht und bezüglich einer möglichen Reha-Intervention bewertet werden.

Studiendesign:

Quer- und Längsschnittstudie, Follow-up-Messung nach zwölf Monaten. Evaluationsmaße sind Behandlungsbedürftigkeit, Lebensqualität, berufliche Belastungen, Rehabilitationserfahrungen sowie gesundheitsökonomisch relevante Variablen.

Ergebnisse:

(1) Die subjektive Bewertung der gesundheitsbedingten beruflichen Einschränkung besitzt eine hohe Trennschärfe in Bezug auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Inanspruchnahme von medizinischen Versorgungsleistungen, berufliche Beanspruchung und Rehabilitationsnachfrage.
(2) Der Vergleich von Versicherten mit und ohne Antragsabsicht ergab statistisch signifikante Unterschiede hinsichtlich des FPK-Status und der Nachfrage nach Gesundheitsversorgungsleistungen. Potentielle Reha-Antragsteller weisen eine stärkere gesundheitliche Beeinträchtigung auf, unterliegen beruflich größeren Belastungen und Beanspruchungen und entwickeln tendenziell mehr Nachfrage nach Gesundheitsleistungen.
(3) Mittels clusteranalytischer Verfahren lassen sich die Befragten hinsichtlich der Qualität ihrer Arbeitsbeanspruchung und ihrer Wahrnehmung in vier Gruppen mit hoher prognostischer Relevanz für die Rehabilitationsnachfrage einteilen.



Beginn:

01.02.1999


Abschluss:

31.01.2002


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

Direct and indirect costs and bebefits of the rehabilitation - rehabilitation of the Federal insurance institute for salaried employees as an instrument of the social safety device

Based on a random survey of insured persons aged between 30 and 59 years a case control study is being carried out with persons in early retirement (control group A) and a matching control group (B) as well as a prospective study with 2 groups of insured persons with a particularly high or average/normal risk of early retirement. Both studies are being conducted with paper and pencil interviews using standardised questionnaires. The results will be supplemented for further analysis by the data base of the pension scheme. The main questions of the analyses are:

1. Economic significance of rehabilitation in the health service system

2. Economic effects of claiming and failing to claim rehabilitation services

3. (Annual) health service costs relating to case groups

4. Cost-benefit ratio of rehabilitation for various parts of the system

5. New ways of making the organisation of rehabilitation more differentiated and flexible in accordance with the budget demand definitions of the law on growth and employment development.


Referenznummer:

R/FOFVB2A4


Informationsstand: 13.06.2018