Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Der Patient zu Hause - Hilfsmitttelversorgung und Therapie

Hintergrund:

Das Projekt untersucht drei Aspekte der Rehabilitation: Die erste Projektphase zeigte, dass die Hilfsmittel-(HM)-Versorgung in der Klinik zufriedenstellend ist. Nach Entlassung beklagten jedoch viele Patienten, dass sie keinen Ansprechpartner bzgl. ihrer HM und bei Problemen im Alltag hätten (Teil I). Des weiteren empfanden Patienten das ambulante Therapieangebot oft als unzureichend, qualitativ sehr unterschiedlich (Teil IIa), und sie äußerten den Wunsch nach Eigenübungsprogrammen für zu Hause (Teil IIb).

Fragestellungen:

I) Steigerung des adäquaten Einsatzes von HM und damit mittelbar der Selbsthilfefähigkeit durch eine HM-Ambulanz? Steigerung der Zufriedenheit ambulanter Patienten mit ihren HM durch eine HM-Ambulanz?
IIa) Prüfung von Effektivität, Umfang, Inhalt, und Kostenübernahme der ambulanten Therapie
IIb) Verbesserung des funktionellen und beruflichen Status hemiparetischer Patienten durch zusätzliches, selbstständiges Üben mit einem Armtrainingsgerät zu Hause?

Studiendesign:

I) Einrichtung einer HM-Ambulanz, quasi-experimentelle Studie (Vergleich eines Patientenjahrganges mit Angebot einer HM-Ambulanz mit einem Jahrgang ohne dieses Angebot) mit umfangreichem HM-Fragebogen, Fragebögen zur Selbsteinschätzung der ADL-Kompetenz und funktioneller Fähigkeiten etc.
IIa) Längsschnittstudie mit schriftlicher Befragung zur ambulanten Therapiesituation, Lebensqualität (SF 12) und zur beruflichen Situation
IIb) Randomisierte, prospektive Studie mit zwei Armen (Intervention: zusätzliches Eigenübungsprogramm mit EMG-getriggerter Elektrostimulation) bei Patienten mit Zustand nach Schlaganfall.

Erwartete Ergebnisse:

I) Der Einsatz der HM und die Zufriedenheit mit den Hilfen steigt durch die HM-Ambulanz gegenüber einer Vergleichsgruppe ohne Ambulanz. Gleichzeitig verbessert sich die Alltags- und ggf. Berufskompetenz der Patienten.
IIa) Die funktionellen Fähigkeiten der Patienten lassen sich durch die Therapiehäufigkeit und die Therapieart erklären. Eine hochfrequente Therapie (4-5x pro Woche) ist der niederfrequenten bzgl. des funktionellen Patientenstatus überlegen. Die Therapiekosten werden in der Regel von den Kostenträgern erstattet.
IIb) Ein zusätzliches Eigenübungsprogramm mit einem etablierten Übungsgerät zu Hause fördert die Arm- und Handfunktion von Schlaganfallpatienten erheblich.

Forschungsverbund BBS

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.



Beginn:

01.07.2001


Abschluss:

30.06.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB2B6


Informationsstand: 14.06.2018