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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Erfassung der Ergebnisqualität stationärer psychosomatischer Rehabilitationsbehandlungen (EQUA-Studie)

Hintergrund:

Bei der Ergebnismessung konkurrieren verschiedene Strategien, die kontrovers diskutiert werden und die mit unterschiedlichem Erhebungsaufwand verbunden sind. Die Beziehung zwischen den unterschiedlichen Formen der Ergebnismessung ist bisher nur unzureichend untersucht worden. Ziele und Fragestellungen Im Zentrum der Studie steht der methodenkritische Vergleich alternativer Varianten der Ergebnismessung (z. B. direkte, indirekte, quasi-indirekte Veränderungsmessung [VM], zielorientierte bzw. individualisierte Vorgehensweisen). Ganz besonders soll die Aussagefähigkeit von 1- Punkt-Erhebungen kritisch beleuchtet werden, die wegen ihrer Ökonomie für die kontinuierliche Qualitätssicherung von Interesse sind. Überprüft wird die Ergebnisübereinstimmung bei unterschiedlichen Messansätzen und die Validität der verwendeten Ergebniskennwerte.

Studiendesign:

Durchgeführt wurde eine naturalistische multizentrische SGPP-Längsschnittstudie mit drei Messzeitpunkten (A = Aufnahme, E = Entlassung, K = 12 Monate nach E). Die Ausgangsstichprobe umfasst N = 858 Rehabilitanden. Neben Selbstangaben der Patienten wurden auch Fremdbeurteilungen durch Therapeuten und Hausärzte sowie Krankenkassendaten erhoben. Die Messinstrumente umfassen standardisierte Fragebögen (z. B. SCL-90-R, B-L) und selbst-entwickelte Verfahren.

Ergebnisse:

Indirekte und direkte VM des gesundheitlichen Befindens korrelieren bei E und K nur moderat miteinander. Insgesamt wird durch die direkte VM ein etwas 'günstigeres' Ergebnisbild vermittelt. Bei allen untersuchten Merkmalen unterscheiden sich tatsächliche und retrospektive Prä-Tests signifikant, wobei der von den Patienten 'erinnerte' Ausgangszustand durchweg 'ungünstiger' als der reale ist. Echte und retrospektive Prä-Post-Vergleiche zeigen zwar Unterschiede in gleicher Richtung an, führen auf Personenebene jedoch keineswegs immer zu identischen Veränderungsaussagen. Im Einklang mit amerikanischen Studien erzeugen retrospektive Prä-Post-Vergleiche zumeist deutlich höhere Effektgrößen. Im Rahmen zielorientierter Messansätze können darüber hinaus höhere Effektgrößen bei Individualisierung beobachtet werden.

Forschungsverbund Freiburg



Beginn:

01.07.1998


Abschluss:

30.06.2001


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie / Evaluation


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) (jetzt: DRV Bund)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB3C1


Informationsstand: 20.12.2019