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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Ein integratives ambulantes Behandlungskonzept für psychosomatisch erkrankte Mütter mit Kindern im Vorschulalter

Hintergrund:

Mütter mit psychosomatischen Erkrankungen stellen eine Patientengruppe dar, für die es bisher keine adäquate Behandlung gibt. Insbesondere Mütter mit kleinen Kindern (bis zu 6 Jahren) sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt (z. B. Doppelbelastung durch Beruf und Familie, Alleinerziehung der Kinder, Einschränkung der persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten durch Aufgabe des Berufs). In einer solchen Situation stehen die Patienten einer mangelhaften gesundheitlichen Versorgungssituation gegenüber. Eine mehrmonatige stationäre Behandlung bedeutet in der Regel eine Trennung von den Kindern, die sich besonders bei kleinen Kindern und deren Geschwistern negativ auf die körperliche und seelische Entwicklung auswirken kann. Demgegenüber ist eine Aufnahme von Patientinnen mit Kindern nur in wenigen Kliniken möglich und gewünscht.

Ziele und Fragestellungen:

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation eines ambulanten Rehabilitationskonzepts für psychosomatisch erkrankte Mütter mit Kindern im Vorschulalter. Speziell diese Patientengruppe kann aufgrund ihrer familiären Anbindung schwer an einer stationären Rehabilitationsmaßnahme teilnehmen. Haupthypothese ist, dass eine ambulante Behandlung bei gleicher Therapiedosis hinsichtlich der Reduktion der Symptomatik eine ähnliche Wirksamkeit wie eine stationäre Behandlung haben kann. Eine Nebenhypothese bezieht sich auf die Möglichkeit der Identifikation ungünstiger Verläufe innerhalb des ambulanten Settings.

Studiendesign:

Es handelt sich um eine Vergleichsstudie zum Wirksamkeitsnachweis von integrativer, psycho-dynamischer Gruppentherapie bei rehabilitationsbedürftigen Müttern. Es wurden zu drei Zeitpunkten Daten erhoben: zum Beginn und Ende der Maßnahme, sowie zur Katamnese nach einem Jahr. Aufnahmekriterien für die Studie waren ein Kind im Kleinkindalter sowie der Ausschluss einer psychiatrischen Diagnose.

Ergebnisse:

Es konnte gezeigt werden, dass
a) die ambulante Behandlung eine signifikante Reduktion der Symptomatik erreichte,
b) diese Symptomreduktion vergleichbar einem stationären Aufenthalt ist sowie
c) keine besonderen Patientengruppen identifiziert werden konnten, die stark zum Abbruch des ambulanten Programms neigten.
Die Ergebnisse zeigen den Erfolg der ambulanten Behandlung.

Forschungsverbund Niedersachsen/Bremen



Beginn:

01.10.1998


Abschluss:

30.09.2001


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB4C1


Informationsstand: 02.12.2019