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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Entwicklung und Evaluation eines telefonischen Nachsorgeprogramms in der kardiologischen Rehabilitation: Eine Studie zum 'disease management' durch spezialisiertes Pflegepersonal

Hintergrund:

Herz-Kreislaufkrankheiten stellen in Deutschland nach den orthopädischen Leiden die größte Indikationsgruppe in der medizinischen Rehabilitation dar. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern und den U.S.A spielen hier Ansätze zur ambulanten Rehabilitation bisher nur eine untergeordnete Rolle und zeigen keinen deutlichen Kostenvorteil. In den U.S.A. und Kanada wurden in den letzten Jahren telefonische Nachsorgekonzepte entwickelt und evaluiert, die spezialisiertes Pflegepersonal für die Betreuung von KoronarpatientInnen einsetzen. In einigen dieser Studien fanden sich Verbesserungen des koronaren Risikofaktorenprofils sowie eine Verringerung der kardialen Morbidität und Mortalität.

Ziel:

Es soll ein telefonisches Nachsorgeprogramm für PatientInnen in der kardiologischen Rehabilitation entwickelt und unter Praxisbedingungen über einen Zeitraum von einem Jahr evaluiert werden. Vorrangiges Ziel ist die Verbesserung des koronaren Risikofaktorenscores und damit langfristig der Krankheitsprognose. Nachgeordnet werden auch die medikamentöse Langzeittherapie, die Inanspruchnahme medizinischer und sozialer Ressourcen sowie die Wiedereingliederung in den Beruf untersucht. Mit der telefonischen Nachsorge soll auch das Schnittstellenmanagement zwischen Rehaklinik und Hausarzt/-ärztin verbessert werden.

Studiendesign:

Im Rahmen einer multizentrischen, prospektiven, kontrollierten Studie (RCT) werden 400 PatientInnen, die mit der Hauptdiagnose einer ischämischen Herzerkrankung (I20-I25) zur AR kommen, untersucht. Nach externer Randomisierung werden die PatientInnen der Treatmentgruppe (N = 200) über einen Zeitraum von 12 Monaten durch spezialisiertes Pflegepersonal, das auch Kontakt zu den HausärztInnen hält, manualgestützt telefonisch nachbetreut. Erhoben werden neben Demographia individuelle Rehaziele, Depressivität, gesundheitsbezogene Lebensqualität (SF-36), Krankheitsbewältigung (FKV), soziale Unterstützung (F-SozU), berufliche und partnerschaftliche Rollenqualität (FRQ), Kontrollüberzeugungen (KKG), Risikofaktorenscore (Index nach AHA/ACC), medizinischer Status und Medikation (Klinikunterlagen/ HausärztInnen), Ressourcennutzung im medizinischen und sozialen Leistungssystem (Pat.-Angabe), sowie Morbidität/Mortalität (Pat.-Angabe / HausärztInnen). Meßzeitpunkte sind: Beginn der AR (t0), Ende der AR (t1) und 12 Monate nach Entlassung aus der AR (t2).

Forschungsverbund Norddeutschland



Beginn:

01.10.2001


Abschluss:

30.09.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB5C1


Informationsstand: 14.04.2020