Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Methodische Aspekte der nutzentheoretischen Lebensqualitätsmessung

Hintergrund:

In allen Bereichen des Gesundheitswesens gewinnt die gesundheitsökonomische Evaluation zunehmend an Bedeutung. Die Kosten-Nutzwertanalyse ist dabei eine besonders wichtige Studienform. In ihr werden gesundheitliche Ergebnisse, gemessen als Parameter der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, den Kosten medizinischer Interventionen gegenübergestellt. Um für die ökonomische Evaluation einsetzbar zu sein, müssen spezielle Messverfahren, die auf präferenz- und nutzentheoretischen Annahmen beruhen, zur Bestimmung der Lebensqualität verwendet werden. Es ist bislang nicht hinreichend gut untersucht worden, welche der verfügbaren Meßverfahren für die rehabilitationswissenschaftliche Forschung geeignet sind und wie sich spezielle Annahmen der nutzentheoretischen Messung auf die Ergebnisse und Interpretation der gesundheitsökonomischen Evaluation auswirken.

Ziele und Fragestellungen:

Es soll untersucht werden, welche der verfügbaren standardisierten Instrumente zur nutzentheoretischen Lebensqualitätsmessung (u. a. EQ-5D, 15D, SF-6D, QWB-SA) im Bereich der Rehabilitation am besten einsetzbar sind. Durch systematischen Einbezug verschiedener Personengruppen (Patienten, Ärztinnen/Ärzte, Allgemeinbevölkerung) in die Bestimmung von Nutzwertgewichten soll der Frage nachgegangen werden, ob und in welchem Maße die spezifische Wahl des Bezugskollektivs die in der Lebensqualitätsmessung verwendeten Algorithmen zur Berechnung der Scorewerte beeinflusst. Ist eine solche differentielle Gewichtung feststellbar, ist zu klären, in welcher Weise dies die Ergebnisse und Interpretationsmöglichkeiten gesundheitsökonomischer Evaluationsstudien verändert.

Studiendesign:

In einer vergleichenden Studie werden über 600 Patienten in der stationären und ambulanten Rehabilitation (Indikationsbereiche: muskuloskelettale Erkrankungen, Herz-Kreislaufkrankheiten, Psychosomatik) befragt.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse der Studie sollen Aufschluß darüber geben, wie Instrumente zur nutzentheoretischen Lebensqualitätsmessung als Outcome-Parameter im Kontext von Studien zur gesundheitsökonomischen Evaluation der stationären und ambulanten Rehabilitation adäquat verwendet und interpretiert werden können. Aus den Ergebnissen lassen sich unmittelbar praktische Empfehlungen für Studien zur Bewertung der Effektivität und Effizienz rehabilitativer Maßnahmen ableiten

Forschungsverbund Norddeutschland



Beginn:

01.05.2003


Abschluss:

31.07.2005


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB5Z2b


Informationsstand: 15.06.2018