Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Die Reduktion rehabilitationsrechtlicher Schnittstellenprobleme - Bausteine auf dem Weg zu einem einheitlichen Rehabilitationsrecht

Hintergrund:

Das Rehabilitationswesen in Deutschland ist weder einem bestimmten Zweig der Sozialversicherung noch einem einzelnen Träger zugeordnet. Vielmehr wird die Rehabilitation von demjenigen Träger durchgeführt, der auch das Risiko ihres Scheiterns trägt. Dementsprechend ist das geltende Rehabilitationsrecht durch eine nur schwer überschaubare Vielzahl normativer Grundlagen gekennzeichnet. Dies erschwert zum einen die Rechtsauslegung, insbesondere aber auch die Rechtsanwendung und die Nutzung der gegebenen Rehabilitationsmöglichkeiten. Die Trägervielfalt in der Rehabilitation und die entsprechende gesetzliche Ausgestaltung tragen dazu bei, dass Rehabilitationsleistungen häufig nicht in einem aufeinander abgestimmten Verfahren, sondern unkoordiniert nebeneinander erbracht werden. Es kommt so zu Verzögerungen in der Leistungsbewilligung und der Leistungsausführung, insbesondere dort, wo ein Zusammenwirken mehrerer Leistungsträger notwendig ist. In der sozialrechtlichen Forschung bleibt diese Problematik sowohl im Hinblick auf eine systematische Analyse der bestehenden Rechtslage als auch hinsichtlich der Entwicklung von Lösungsansätzen für eine Harmonisierung des Rehabilitationsrechts bislang eher im Hintergrund. Mit dem am 1. Juli 2001 in Kraft getretenen SGB IX hat der Gesetzgeber den Versuch unternommen, diese bestehenden Probleme zu reduzieren.

Ziele und Fragestellungen:

Das Forschungsvorhaben soll dazu beitragen, die auch nach dem Inkrafttreten des SGB IX bestehenden Mängel in der rehabilitationsrechtlichen Systematik aufzuzeigen und Vorschläge für eine Optimierung zu erarbeiten. Dabei geht es in erster Linie um die Reduktion sog. rehabilitationsrechtlicher Schnittstellen gehen, die derzeit auf verschiedenen Ebenen der Rehabilitation bestehen, so vor allem zwischen den einzelnen Leistungsträgern, zwischen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation sowie zwischen der Akutversorgung und der Rehabilitation.

Studiendesign:

Bei dem Forschungsvorhaben handelt es sich um eine sozialrechtliche und -politische Beurteilung der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Kooperation der Leistungsträger sowie der Koordination der Leistungserbringung bei der Inanspruchnahme von Rehabilitationsleistungen.

Forschungsverbund NRW



Beginn:

01.01.1998


Abschluss:

30.04.2002


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB6SM4


Informationsstand: 13.06.2018