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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Reha-Survey am Beispiel Sachsen-Anhalts - Eine Bestandsaufnahme

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.

Hintergrund:

Auch im Reha-Sektor gilt der Grundsatz 'ambulant vor stationär'. Zum Ausbau ambulanter Reha-Strukturen sollten daher die Aktivitäten regional definierter Reha-Leistungserbringer bekannt sein und fortgeschrieben werden können.

Ziele und Fragestellungen:

Ziel war eine regionale Bestandsaufnahme ambulanter Rehabilitationsaktivitäten in einem Bundesland.

Studiendesign:

Eine stratifizierte Stichprobe von 578 Leistungserbringern wurde postalisch u. a. nach Strukturdaten, Versorgungsschwerpunkten und -modalitäten befragt (Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen, Selbsthilfegruppen, Sozialstationen, Behinderten- und Reha-Sportvereine, Suchtberatungsstellen).
Eine Teilgruppe wurde darüber hinaus gebeten, mit einem stichtagsbezogenen Aktivitätsprotokoll ihr patientenbezogenes Tätigkeitsprofil zu beschreiben. Mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung wurden ergänzend die Abrechnungsdaten reharelevanter Leistungen des Jahres 1998 ausgewertet. Die Leistungen wurden nach Geburtsjahrgängen, Krankheitsarten, Rehabilitationsträgern und Teilregionen klassifiziert.

Ergebnisse:

Der Rücklauf der schriftlichen Befragung betrug 58,7 % bei großen Unterschieden zwischen den Berufsgruppen. In einer Non-Responder-Erhebung schätzte sich ein nennenswerter Teil der Angehörigen einschlägiger Berufsgruppen nicht als Reha-Leistungserbringer ein. Die Responserate der Aktivitätsprotokolle betrug 53,4 % (62/116). Sie dokumentierten 1513 Patienten. Die Verteilung der Reha-Berufsgruppen auf die Bezirke des Landes ist heterogen.

Patienten in Betreuung ambulanter Leistungserbringer sind im Durchschnitt 13 Jahre jünger als die bei stationären Leistungserbringern. Es gibt kapazitätsbedingte Verzögerungen. Die Leistungserbringer kommunizieren untereinander lediglich einzelfallorientiert, nicht problembezogen. Hauptkostenträger der regionalen Rehabilitationsleistungen sind die Krankenkassen. Die mit zwei Varianten hochgerechnete Stichpunkt-Prävalenz der ambulant mit Rehabilitationsleistungen versorgten Probanden ist um mindestens eine Größenordnung höher als in Einrichtungen des stationären Sektors und in ausgewiesenen Rehabilitationskliniken.
Reharelevante Leistungen der Vertragsärzte kommen hinzu (physikalisch-medizinische, übende u. a.). Der Ausbau einer Reha- Berichterstattung auf der Basis periodischer Stichprobenerhebungen erscheint möglich und sinnvoll.

Forschungsverbund Sachsen-Anhalt



Beginn:

01.08.1998


Abschluss:

30.06.2000


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB7A1


Informationsstand: 14.04.2020