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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Effizienz und Effektivität in der in der stationären und teilstationären Rehabilitation von ZNS-Erkrankungen - eine Pilotuntersuchung

Hintergrund:

Bei Patienten nach Schlaganfall und Schädel-Hirntrauma sind die Schnittstellen zwischen Akutbehandlung und Frührehabilitation sowie die differentielle Indikation von stationären und nicht-stationären Rehabilitationsmaßnahmen nach Erlangung der Selbständigkeit in Basisfertigkeiten des Alltags sind Gegenstand der aktuellen Diskussion. Die letztgenannte Schnittstelle werden untersucht.

Ziele und Fragestellungen:

Es ist nicht bekannt, ob die Ergebnisse teilstationärer Rehabilitationsmaßnahmen denen stationärer Behandlungen vergleichbar sind. In einer prospektive Längsschnittuntersuchung wird untersucht, ob bei Rehabilitanden nach Schlaganfall oder SHT, bei denen eine teilstationäre Rehabilitation unter rehabilitationsmedizinischen Gesichtspunkten in Betracht kommt, der Outcome nach stationärer vs. teilstationärer Rehabilitation vergleichbar oder unterschiedlich ist. Dabei werden regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit teilstationärer Rehabilitation zur Bildung vergleichbarer Gruppen genutzt.
Zielgrössen sind funktionelle Unabhängigkeit, Alltagskompetenz und Lebensqualität zu Reha-Beginn, Reha-Ende und 6 Monate nach Reha-Beginn.
Einflussgrößen sind u. a. Sozialstatus, Präferenz für Reha-Settings, motorische und neuropsychologische Behinderung.

Ergebnisse:

Bei 60 Schlaganfallpatienten ergaben sich in allen drei Vergleichsgruppen (teilstationäre bzw. stationäre Behandlung mit entsprechender Präferenz/Präferenz teilstationär, jedoch Behandlung stationär) signifikante positive Effekte hinsichtlich Alltagsfunktionen. Tendenziell gelingt es der Gruppe mit vom Setting abweichender Präferenz am wenigsten, das Besserungspotenzial auszuschöpfen. Die Lebensqualität (SF-36) verbesserte sich hinsichtlich körperlicher Funktionen und verschlechterte sich in sozialer, emotionaler und umfeldbezogener Hinsicht. Möglicherweise kommen hier Prozesse der Krankheitsverarbeitung zum Tragen, die im Verlauf der Rehabilitation zu einer realistischeren Sicht erreichbarer Kompetenzen führen. Die Gruppen unterscheiden sich im Zeitverlauf hinsichtlich der Lebensqualität nur in wenigen Bereichen. In der Gruppe mit abweichender Präferenz fällt der Zuwachs an wahrgenommener körperlicher Funktionsfähigkeit geringer aus, die allgemeine Gesundheitswahrnehmung sinkt sogar (SF-36).

Forschungsverbund Sachsen-Anhalt



Beginn:

01.01.2000


Abschluss:

30.06.2002


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



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Abstract

Indication criteria and outcome expectations in patient assignment to in- or outpatient rehabilitation of stroke and traumatic brain injury

Patients after stroke and traumatic brain injury (TBI) often require intensive rehabilitation over long periods of time. Their professional and social reintegration depends on a number of factors such as severety of impairment and disability, type and intensity of rehabilitation and individual and social ressources for compensation. Patients are frequently pensioned for their disabilities.

The project aims 1) at the development of instruments for the assessment of indication criteria and outcome expectations, 2) at the analysis of expectations of physicians involved in rehabilitation planning, its evaluation and rehabilitation itself on the basis of case scenarios, and 3) a prospective investigation of 100 patients who recieve either in- or out-patient rehabilitation.


Referenznummer:

R/FOFVB7C2


Informationsstand: 20.12.2019