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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Angaben zum Forschungsprojekt

Bausteine der Reha

Der Rehabilitationswissenschaftliche Forschungsverbund Ulm trägt als Rahmenthema der Verbundforschung die Überschrift 'Bausteine der Reha'. Die einzelnen Bausteine in der Rehabilitationsmedizin werden in mehreren Indikationsgebieten und unter verschiedenen wissenschaftlichen Aspekten untersucht. Schwerpunkte sind auch gesundheitsökonomische Analysen, Qualitätssicherung und Outcome-Forschung.

Die Koordinierung und Leitung des Forschungsverbundes obliegt dem Forschungsinstitut für Rehabilitationsmedizin an der Universität Ulm mit Sitz in der Rheuma- und Universitätsrehaklinik Bad Wurzach. Sprecher des Verbundes ist Prof. Dr. Jacobi, geschäftsführender Vorstand und wissenschaftlicher Leiter des Institutes.

Die erste Förderphase war zunächst durch die Schaffung der Forschungsstrukturen als Fundament geprägt. Dabei gelang der angestrebte Aufbau hoher methodischer Kompetenz in den Querschnittsbereichen Biometrie, Epidemiologie, Gesundheitsökonomie und Informationstechnologie. In der Verbindung dieser Projekte mit klinischen Projekten konnten gut funktionierende Strukturen der interdisziplinären Zusammenarbeit implementiert werden.

In den Teilprojekten des Forschungsverbundes Ulm arbeiten Wissenschaftler unterschiedlicher universitärer Abteilungen und Kliniker verschiedener Fachrichtungen interdisziplinär zusammen. Die thematische Heterogenität der verschiedenen Projekte erfordert eine starke Vernetzung. Diese wird neben der Koordination durch die Geschäftsstelle, die regelmäßig Mitgliederversammlungen und Arbeitsbesprechungen organisiert, durch die zentrale Methodenberatung, die gemeinsame Datenhaltung in der Forschungsdatenbank, das Intranet des Verbundes und die enge Kooperation vieler Projekte mit der LVA Baden-Württemberg erreicht. Die Abteilung Biometrie und Medizinische Dokumentation der Universität Ulm betreut die laufenden Studien bei der Planung, Durchführung und Auswertung biometrisch. Regelmäßige Treffen und Fortbildungen stellen die methodische Kompetenz zur Durchführung von Studien nach Good Clinical Practice in den Kliniken sicher und helfen, vor Ort Kompetenzen für nachfolgende Studien zu etablieren. Die an der Verbundforschung beteiligten Einrichtungen sollen zu einer möglichst homogenen Struktur zusammengefügt werden und ein kontinuierlicher Austausch der Projektinhalte erreicht werden. Jedes Teilprojekt soll als Baustein im Gefüge der Verbundforschung dazu beitragen, das Verbundthema 'Bausteine der Reha' zu vervollkommnen. Die Kommunikation im Verbund ist, unterstützt durch die Vielfalt der neuen und alten Kommunikationsmedien, sehr gut etabliert. Mit Hilfe des vom Service Informatik/REHA-NET konzipierten Intranets wird die verbundinterne Kommunikation vereinfacht und ein schneller Informationsaustausch gewährleistet.

In der 2. Förderphase sind klinische Projekte hinzugewonnen worden: es sind die Gebiete Kardiologie, Neurologie und Onkologie vertreten. Der Themenschwerpunkt soll vertieft den verschiedenen Phasen der Rehabilitation und der interdisziplinären Verzahnung Rechnung tragen. Die bestehende Verbundkonstruktion ermöglicht eine Evaluation von Reha-Prozess und Reha-Outcome an konkreten klinisch-rehabilitativen Fragestellungen. Eine eingehende Analyse unter epidemiologischen und gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten ist durch die enge Einbindung der Querschnittsprojekte bzw. deren Beteiligung an den klinischen Projekten möglich. Forschungsschwerpunkte des Ulmer Verbundes sind weiterhin Fragen der medizinischen und ökonomischen Effektivität des rehabilitationsmedizinischen Versorgungsprozesses. Im Vordergrund stehen neben kurzfristigen Effekten der Rehabilitation vor allem die längerfristigen Erfolge und Perspektiven der Rehabilitation im Sinne von 'Nachhaltigkeit'.

Das Forschungsinstitut für Rehabilitationsmedizin an der Universität Ulm übernimmt weiterhin die Funktion als zentrale Geschäfts- und Koordinierungsstelle, die wissenschaftlichen Zentren bleiben die Schaltstellen des Verbundes. Ziel für die rehabilitationsmedizinische Forschung und ihre Einbindung in die Universität in Ulm ist die Einrichtung eines 'Kompetenzzentrums Reha der Universität Ulm'. Dieses Zentrum soll als Bestandteil der Medizinischen Fakultät über den Förderzeitraum hinaus Bestand haben.

Die inhaltlichen Perspektiven des Ulmer Forschungsverbundes haben sich durch die Hinzunahme der neuen Projektbereiche erweitert. Auf Basis der methodischen Kompetenz auf dem Gebiet der Rehabilitationsforschung und der Strukturen zur Koordination der Verbundarbeit ergeben sich die Voraussetzungen für einen Ausbau der Forschungstätigkeit.

Durch den direkten Kontakt zu den Kliniken können erste Forschungsergebnisse, z. B. Hinweise auf bessere Therapieverfahren bzw. Therapiesettings ohne größere zeitliche Verzögerungen in die Praxis umgesetzt werden. Dies bedeutet einen direkten Nutzen für den Rehabilitanden. Beiträge zur Optimierung von Behandlungsformen in den Bereichen kardiologische, neurologische, berufliche Rehabilitation und Rehabilitation bei Erkrankungen am Bewegungsapparat sind als erstrebenswerte Ziele in der 1. Förderphase verfolgt worden. Die wissenschaftliche Begleitung durch eine ökonomische Evaluation soll dazu dienen, einen effizienteren Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu ermöglichen. Neben der Leistungsfähigkeit und Effizienz der Rehabilitation in den verschiedenen Teilbereichen soll auch die Qualität der Rehabilitation weiter gesichert werden. Dies wird durch eine Outcome-Forschung und das begleitende Qualitätssicherungsprogramm der LVA Baden-Württemberg erreicht. Ein längerfristiges Ziel wird sein, auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnis und der klinischen Praktikabilität in Zusammenarbeit mit den Rehabilitationsträgern und den übrigen Forschungsverbünden Leitlinien für Rehabilitationsmaßnahmen in verschiedenen Indikationsgebieten zu entwickeln.

Projektübersicht
(Projekte der 1. Förderphase sind mit (*) gekennzeichnet)

Projekt P1.1
Geschäftsstelle

Projekt P1.2a (*)
Informatik-Service;REHA-NET

Projekt 1.2b (*)
Reha-Kennzahlen

Projekt P1.3u4
Biometrische und Dokumentarische Methoden;Entwicklung und Validierung von Prognosemodellen in der Rehabilitation

Projekt P2 (*)
Verbesserungsmöglichkeit der Langzeiteffekte der stationären Anschlussrehabilitation bei Koronarer Herzkrankheit (Phase II WHO) durch eine intensivierte Nachsorge

Projekt P2.1
Gesundheitsökonomische Analyse

Projekt P3.2 (*)
Die Bedeutung von Planungs- und Handlungsstörungen beim Schlaganfallpatienten für die soziale und berufliche Rehabilitation

Projekt P3.4 (*)
Depressive Störungen nach Schlaganfall: Wirksamkeit und Stabilität stationärer und teilstationärer Rehabilitationsmaßnahmen

Projekt P4 (*)
Gesundheitsökonomische Analysen

Projekt P5 (1. u. 2. Förderphase)
Determinanten undAnsatzpunkte zur Verbesserung langfristiger Erfolge der stationären kardiologischen Rehabilitation

Projekt P5a
Onkologische Rehabilitation: Verbesserung der Lebensqualität von Patienteninnen mit Brustkrebs durch Flexibilisierung von Reha-Dauer und Reha-Intervallen: randomisierte Pilot-Studie zu den Kurz- und Langzeiteffekten einer sequentiellen stationären Kurz-Reha

Projekt P6 (*)
Rehabilitationsbedürftigkeit von Patienten nach der Klinikentlassung - Evaluation eines Prädiktorensystems und Entwicklung eines Assessmentinstruments

Projekt P9.2
SARAH;stationäre versus ambulante Rehabilitation bei Patienten nach einem akuten koronaren Herzereignis

Assoziiertes Projekt:
Projekt BA
Rehabilitationsergebnis bei chronisch rezidivierenden Lumbalgien unspezifischer Genese



Beginn:

01.01.1998


Abschluss:

31.12.2004


Art:

Forschung / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund
Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg
früher: Landesversicherungsanstalt (LVA) Baden-Württemberg



Weitere Informationen


Abstract

Rehabilitation Research Network 'Bausteine der Reha'

The Rehabilitation Research Network of Ulm so-called 'Bausteine der Reha' consists of several departments of the University of Ulm, and various rehabilitation hospitals and cooperates with a pension insurance company (LVA Wuerttemberg). The aim of this interdisciplinary approach is to evaluate process and outcome of rehabilitation measures considering specific clinical and rehabilitative questions with main emphasis on epidemiological and economic aspects. The Rehabilitation Research Network of Ulm is subdivided into clinical projects and cross-sectional subjects. The clinical studies deal with cardiovascular and neurological rehabilitation and rehabilitation after disorders of the musculoskeletal system. The cross-sectional topics contain special fields such as biometry, health economics, epidemiology and occupational rehabilitation. All participating institutions have access to a common database with uniform structure of the data.


Referenznummer:

R/FOFVB8


Informationsstand: 14.04.2020