Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Angaben zum Forschungsprojekt

Die Bedeutung von Planungs- und Handlungsstörungen beim Schlaganfallpatienten für die soziale und berufliche Rehabilitation (2. Förderphase)

Ziel der Studie ist die Beantwortung der Frage, in welchem Ausmaß Planungs- und Handlungsstörungen nach einem Schlaganfall die soziale und berufliche Rehabilitation langfristig beeinflussen, und damit in engem Zusammenhang stehend, ob es Faktoren gibt, aufgrund derer Prognosen über die soziale und berufliche Reintegration bis maximal fünf Jahre nach Akutereignis gemacht werden können.

Diese prospektive Beobachtungsstudie mit 2 Messzeitpunkten in der zweiten Förderphase umfasst die 108 Schlaganfallpatienten mit Planungs- und Handlungsstörungen (Zielgruppe), 49 Schlaganfallpatienten ohne Planungs- und Handlungsstörungen (Kontrollgruppe 1) und 39 Schädelhirntraumapatienten mit Planungs- und Handlungsstörungen (Kontrollgruppe 2) aus der ersten Förderphase. Psychometrische Testverfahren, die neben Planungs- und Handlungsfähigkeiten auch Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistungen überprüfen, werden bei Aufnahme sowie nach 12 und 36 Monaten durchgeführt. Verhaltenskalen zur Beschreibung des motorischen, kognitiven und psychosozialen Status werden bei Aufnahme, nach 6, 12, 36 und 54 Monaten erstellt.

Die Ergebnisse der ersten Förderphase zeigen, dass sich Planungs- und Handlungsstörungen bei den Schlaganfallpatienten negativ auf das berufliche Outcome auswirkten. Als prognostische Faktoren für das berufliche Outcome erwiesen sich jene Instrumente als geeignet, die Aussagen über motorische Fähigkeiten, geteilte Aufmerksamkeitsleistungen, die Fähigkeit zur Steigerung des Aufmerksamkeitsniveaus und bestimmte Aspekte exekutiver Funktionen machten.

Die bisher erzielten Ergebnisse aus der ersten Förderphase machen nur zu einem relativ kleinen Zeitfenster im Rahmen der langjährigen Rehabilitation eine Aussage. Die Fortführung des Projektes über weitere drei Jahre ermöglicht verbesserte Assessmentstrategien, langfristige Behandlungs- und Nachsorgeplanung und Entscheidungshilfen für die Kostenträger bezüglich der Zuständigkeit.

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.



Beginn:

01.01.2002


Abschluss:

31.12.2004


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)



Weitere Informationen


Abstract

The relevance of planning and action impairments for social and vocational rehabilitation in stroke patients (2nd period)

Successful planning and action performance is a complex ability which implies formulating, conceptualising and realising desires, needs and intentions. The occurrence of a cerebral vascular stroke may severely impair this ability and have an important impact on the social and vocational reintegration of stroke patients. Despite its relevance, there are currently no long term studies investigating this issue.

The purpose of the study was to investigate to what extent planning and action impairments after the occurrence of a stroke affect the social and vocational rehabilitation of such patients, and whether there are prognostic factors indicative of social and vocational reintegration.

108 stroke patients planning disorders (target group), 49 stroke patients without planning disorders (control group 1) and 39 traumatic brain injury (TBI) patients with planning disorders (control group 2) were compared neuropsychological measures of planning functions, memory and attention at time of admission and 12 and 36 month after discharge from neurological rehabilitation. Rating scales to describe motor, cognitive and psychosocial status were administeres at time of admission, and 6, 12, 36, and 54 month after discharge from neurological rehabilitation.

Findings of the first period of the study indicate that planning disorders have a negative effect on vocational outcome for stroke patients. Instruments that tap motor abilities, divided attention, alertness and some aspects of execution functions seemed to be good prognostic factors for vocational outcome.

These findings provide evidence for a relatively brief period of time considering the long neurological rehabilitation process. The continuation of the study for another 3 years will demonstrate whether the current findings are also valid for a longer rehabilitation period.


Referenznummer:

R/FOFVB8P3.2a


Informationsstand: 20.08.2019