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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Telearbeit: Perspektiven

In Teil 1: Hilfestellungen zur praktischen Einführung von Telearbeitsplätzen für behinderte Menschen



Sammelwerk / Reihe:

Telearbeit für behinderte Menschen, Band 272


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (BMA)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2002


Jahr:

2002



Abstract:


Mit der Einführung von neuen Kommunikationstechniken und Telearbeit geht ein Wandel der Arbeitsgesellschaft einher. Auch behinderte Menschen sind von diesem Wandel betroffen. Die neuen IuK-Technologien haben zwar das Spektrum geeigneter Berufe erweitert, sie haben aber auch traditionelle Berufsfelder behinderter Menschen überflüssig gemacht.

Ein Beispiel hierfür ist der erhebliche Rückgang der für blinde Menschen gut geeigneten Arbeitsplätze in Telefonzentralen und Schreibbüros. Es ist Aufgabe der an der beruflichen Rehabilitation Behinderter beteiligten Kräfte und der Betroffenen selbst, sich dieser Entwicklung zu stellen und die zweifellos vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, die neue Kommunikationstechniken und Telearbeit für die berufliche Integration Behinderter bieten.

Die von Telearbeitern, Kollegen und Vorgesetzten gemachten Erfahrungen haben gezeigt, dass Telearbeit die berufliche Situation erheblich verbessern kann und für manchen Schwerstbehinderten ist es die Telearbeit, die den Einstieg in das Berufsleben überhaupt erst möglich macht. Auch die Befürchtung, dass Telearbeit mit minderqualifizierten Tätigkeiten gleichzusetzen sei, trifft nach unseren Beobachtungen nicht zund Die befragten behinderten Telearbeiter üben in der Mehrzahl mittel- und hochqualifizierte Tätigkeiten aus. Zugleich ist auffallend, dass die Telearbeit bisher eher etwas für Arbeitsplatzwechsler als für Berufseinsteiger ist.

Bei den behinderten Telearbeitern, die wir im Rahmen unserer Recherchen befragt haben, handelt es sich fast ausschließlich um Mitarbeiter, die von ihrem betrieblichen auf einen Telearbeitsplatz gewechselt sind. Ob in Zukunft der Berufseinstieg zunehmend über Telearbeit erfolgt, kann zumindest für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse bezweifelt werden. Die Beschäftigung Behinderter auf Telearbeitsplätzen steckt - das belegt unsere aktuelle Recherche des Jahres 2000 - nach wie vor in den Kinderschuhen.

Damit Telearbeit die Beschäftigungschancen Behinderter wirklich verbessert, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Hier hat sich mit dem neuen Sozialgesetzbuch IX und dem am 1. Mai 2002 in Kraft getretenen Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (Behindertengleichstellungsgesetz) in jüngster Zeit einiges getan.

Neue Medien behinderungsgerecht gestaltenBildungs- und arbeitspolitisches Instrumentarium anpassen
Telearbeitsprojekte initiieren
Ausbildungsprogramme erweitern


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Homepage: https://www.bmas.de/DE/Service/Medien/Publikationen/publikat...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

D0008


Informationsstand: 01.08.2002

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