Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag C5-2018: Bundesteilhabegesetz und ärztliche Begutachtung


Sammelwerk / Reihe:

Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht, Fachbeiträge C: Sozialmedizin und Begutachtung


Autor/in:

Wagener, Wolfgang


Herausgeber/in:

Kohte, Wolfhard; Nebe, Katja; Seger, Wolfgang [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2018, 7 Seiten: PDF


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Fachbeitrag (PDF, 215 KB).


Abstract:


Fachbeiträge C - Sozialmedizin und Begutachtung:

Thematisch sind die Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht in fünf Schwerpunktgruppen unterteilt: A: Sozialrecht, B: Arbeitsrecht, C: Sozialmedizin und Begutachtung, D: Konzepte und Politik und E: Recht der Dienste und Einrichtungen.

Die Fachbeiträge C behandeln Fragen der Begutachtung - unter anderem für die Gewährung von Rehabilitations- und Teilhabeleistungen, Renten oder GdB-Nachweise, die in der sozialrechtlichen Praxis oft eine wichtige Rolle spielen. Im Fokus steht außerdem die praktische Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) etwa als Assessmentinstrument.

Diskussionsgegenstand:

Der Autor setzt sich in diesem Beitrag mit möglichen Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) auf die ärztliche Begutachtung auseinander. Indem allgemeine Neuerungen der Rehabilitation und Teilhabe durch das BTHG dargestellt werden, wird überprüft, inwiefern der Rechtsrahmen der ärztlichen Gutachertätigkeit in Form der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte - kurz: MBO-Ä 1997 - davon unberührt bleibt.

Sozialmedizinisch entscheidend für ärztliche Gutachterinnen und Gutachter ist § 17 SGB IX, der das Verfahren zur Feststellung des Rehabilitationsbedarfs regelt. Für diese erscheint die Einführung eines einheitlichen Instruments zur Bedarfserkennung und -ermittlung hinsichtlich der Verständigung aller Beteiligten geeignet. Herausgestellt wird die verschärfte Pflichtstellung seitens des Gesetzgebers, die Koordination, Kooperation und Konvergenz der Rehabilitationsträger zu intensivieren. Des Weiteren wird der neue Behinderungsbegriff nach § 2 SGB IX in Bezug zu einer 'einheitlichen und überprüfbaren Ermittlung des individuellen Rehabilitationsbedarfs' (§ 13 SGB IX), unter Berücksichtigung der International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), gesetzt.

Vor diesem Hintergrund kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass der § 25 der Berufsordnung, der das Verfahren ärztlicher Gutachten und Zeugnisse regelt, in seiner Substanz unverändert bleibt. Unverändert gilt zudem § 2 Absatz 4 der Berufsordnung, dass Ärztinnen und Ärzte 'hinsichtlich ihrer ärztlichen Entscheidungen keine Weisungen von Nichtärzten entgegennehmen' dürfen. Das BTHG hat somit - aus Perspektive des Autors - keine fachlichen Auswirkungen auf die ärztliche Begutachtung als Form der schriftlichen Expertise zu medizinischen Sachverhalten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRC1805


Informationsstand: 06.09.2018

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