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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag D12-2016: Wegfall des Vorrangs der ambulanten Hilfe im Arbeitsentwurf für ein Bundesteilhabegesetz


Sammelwerk / Reihe:

Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht, Fachbeiträge D: Konzepte und Politik


Autor/in:

Rosenow, Roland


Herausgeber/in:

Kohte, Wolfhard; Nebe, Katja; Seger, Wolfgang [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2016, 5 Seiten: PDF


Jahr:

2016



Link(s):


Link zu dem Fachbeitrag (PDF | 176 KB)


Abstract:


Fachbeiträge D - Politik:

Thematisch sind die Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht in fünf Schwerpunktgruppen unterteilt: A: Sozialrecht, B: Arbeitsrecht, C: Sozialmedizin und Begutachtung, D: Politik und E: Recht der Dienste und Einrichtungen.

In den Fachbeiträgen D werden rechtliche Entwicklungen und neue Gesetzesvorhaben zum Rehabilitations- und Teilhaberecht sowie ihre Auswirkung auf die Praxis thematisiert. Das Forum D bietet somit besondere Gelegenheit, Probleme, die sich im Rahmen der praktischen Umsetzung neuer Gesetze oder Verordnungen abzeichnen, frühzeitig aufzugreifen. Zudem werden hier die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und hiermit in Zusammenhang stehende juristische Fragestellungen in Deutschland und darüber hinaus diskutiert.

Diskussionsgegenstand:

Roland Rosenow befasst sich in seinem Beitrag mit dem Wegfall des Vorrangs der ambulanten Hilfe im Arbeitsentwurf für ein Bundesteilhabegesetz (BTHG). Er geht auf die Bedeutung einer selbstständigen Lebensplanung und -gestaltung ein, die wesentliches Ziel des BTHG sei. Der Autor verweist auf den hohen Stellenwert einer eigenen Wohnung und den bislang geregelten Vorrang ambulanter Hilfen.

Im Beitrag wird kritisch hervorgehoben, dass der Vorrang der ambulanten Hilfe einschließlich der Zumutbarkeitsregelung im BTHG-Arbeitsentwurf entfalle. Höchst problematisch sei, dass der Wegfall nicht durch ein starkes Wunsch- und Wahlrecht ausgeglichen, sondern durch einen strengen Mehrkostenvorbehalt sogar begrenzt werde. Erschwerend hinzu trete die Zusammenfassung unterschiedlicher Bedarfe zu Leistungstypen bei stationären Hilfen, die einen strukturellen Kostenvorteil darstellen. Insgesamt setze der Arbeitsentwurf das Prinzip der Individualisierung von Teilhabeleistungen damit nicht um.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRD1612


Informationsstand: 17.05.2016

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