Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beitrag D8-2018: Persönlichkeitsförderung in WfbM durch qualifikationsgerechte Entlohnung?


Sammelwerk / Reihe:

Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht, Fachbeiträge D: Konzepte und Politik


Autor/in:

Bendel, Alexander; Richter, Caroline


Herausgeber/in:

Kohte, Wolfhard; Nebe, Katja; Seger, Wolfgang [u. a.]


Quelle:

Heidelberg: Eigenverlag, 2018, 10 Seiten: PDF


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Fachbeitrag (PDF | 331 KB)


Abstract:


Fachbeiträge D - Politik:

Thematisch sind die Fachbeiträge des Diskussionsforums Rehabilitations- und Teilhaberecht in fünf Schwerpunktgruppen unterteilt: A: Sozialrecht, B: Arbeitsrecht, C: Sozialmedizin und Begutachtung, D: Politik und E: Recht der Dienste und Einrichtungen.

In den Fachbeiträgen D werden rechtliche Entwicklungen und neue Gesetzesvorhaben zum Rehabilitations- und Teilhaberecht sowie ihre Auswirkung auf die Praxis thematisiert. Das Forum D bietet somit besondere Gelegenheit, Probleme, die sich im Rahmen der praktischen Umsetzung neuer Gesetze oder Verordnungen abzeichnen, frühzeitig aufzugreifen. Zudem werden hier die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und hiermit in Zusammenhang stehende juristische Fragestellungen in Deutschland und darüber hinaus diskutiert.

Diskussionsgegenstand:

Die aus dem Tripelmandat von Inklusion, Rehabilitation und Wirtschaftlichkeit der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) entstehenden Spannungsverhältnisse für eine gerechte Entgeltgestaltung erfordern eine hohe Professionalisierung und Expertise derjenigen, die die individuelle Arbeitsleistung nach Arbeitsgüte und Arbeitsqualität einschätzen.

In dem Beitrag diskutieren die Autorin und der Autor, vor welcher Gerechtigkeitsdimension individuelle Steigerungsbeträge in WfbM transparent ermittelt werden können. Unter dem Gesichtspunkt einer solchen Einschätzung stellen sie sechs Gerechtigkeitsdimensionen vor. Dabei unterziehen sie in der Praxis wiederzufindende Anforderungs-, Leistungs- und Verhaltensgerechtigkeit einer kritischen Reflexion und benennen Probleme hinsichtlich der Bewertungskompetenzen der Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung sowie der Objektivierbarkeit der Anforderungskriterien.

Des Weiteren zeigen die Autorin und der Autor bestehende Probleme hinsichtlich des Maßstabes auf, der bei erbrachten Leistungen unter der Dimension der Leistungsgerechtigkeit angelegt werden soll. Eine Orientierung an sogenannten 'Normalleistungen' betrachten sie als schwierig, da diese Schwankungen unterliegen, kein objektives Maß darstellen und darüber hinaus insbesondere in WfbM als Maßstab kritisch seien.

Die Verfasserin und der Verfasser plädieren für eine Orientierung an der Qualifikationsgerechtigkeit zur Umsetzung der Leistungsbemessung. Diese schaffe im Gegensatz zu vorherrschenden Dimensionen zur Erfassung von Leistung, einen Anreiz für Werkstattbeschäftigte, Angebote zur Weiterqualifizierung wahrzunehmen und wirke darauf hin, dass WfbM ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht werden; nämlich die 'Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit [der Beschäftigten] zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.'


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR)
Reha-Recht.de - das Onlineportal für Rehabilitations- und Teilhaberecht
Homepage: https://www.reha-recht.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

DVfRD1808


Informationsstand: 27.03.2018

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