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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Abschlussbericht zum Modellversuch zur Einführung maschinenlesbarer Literatur in die berufliche Rehabilitation Blinder und Sehbehinderter


Autor/in:

Heinecke, Andreas; Schwindling, Anne


Herausgeber/in:

Stiftung Blindenanstalt


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 1993


Jahr:

1993



Abstract:


Der Modellversuch verfolgte das Ziel, Basiswerke der deutschen Sprache und zweisprachige Wörterbücher dergestalt aufzulegen, dass eine optimale Nutzung mit den blindentechnischen Hilfsmitteln möglich ist.

Auf der CD-ROM Korpus, die elektronische Bibliothek wurden die folgenden Titel aufgenommen:
- Duden Universalwörterbuch,
- Duden Rechtschreibung,
- Duden Fremdwörterbuch,
- Duden Sinn- und sachverwandte Wörter,
- Meyers Großes Handlexikon,
- Langenscheidts PC Wörterbuch Englisch
- Langenscheidts PC Wörterbuch Französisch.

Zur Unterstützung blinder und sehbehinderter Nutzer wurde die CD-ROM mit einer phonetischen Suchfunktion ausgestattet, es erfolgt eine zeilenorientierte Ausgabe, es gibt nur einen Hardcursor. Informationen zur Handhabung des Programmes sind in einem Online-Hilfebuch auf der CD-Rom abrufbar. Zudem liegt das Benutzerhandbuch in Brailleausgabe und Großdruck vor. Die CD-ROM erfreut sich reger Nachfrage: die erste Auflage von 500 Stück konnte innerhalb eines Jahres verkauft werden, was den Modellversuch als erfolgreich ausweist, da das neue Medium innerhalb der beruflichen Rehabilitation zur Anwendung gelangte. Im Anhang des Berichtes liegen Benutzerkritiken und Presseberichte vor, die das Nachschlagewerk als sehr gelungen darstellen.

Informationen zur Nutzung des Computers durch Sehbehinderte und Blinde:
Im Rahmen des Modellversuches wurde 1991 ein Fragebogen an 90 Blinde und Sehbehinderte in der gesamten Bundesrepublik verschickt, um herauszufinden, ob Blinde und Sehbehinderte einen Computer nutzen, welcher konkrete Informationsbedarf besteht und welche Probleme blinde und sehbehinderte Computerbenutzer bei der Verwendung von Standardsoftware haben.

Die Erhebung macht deutlich, dass der PC bei blinden und sehbehinderten Menschen eine immer höhere Bedeutung am Arbeitsplatz und im privaten Bereich gewinnt. Für beide Bereiche besteht ein großer Bedarf an Informationsversorgung. Die Bereitschaft, dafür auch finanziell Aufwand zu betreiben scheint generell gegeben, sofern sich die Preise für die elektronischen Produkte mit dem Preis des Printproduktes vergleichen lassen.

Die Befragten haben eine klare Vorstellung wie ihre Software aussehen sollte. Bei der Nutzung von Standardsoftware treten offensichtlich immer die gleichen Probleme auf. Zu den wichtigsten Kriterien für eine blindengerechte Benutzungsoberfläche gehören nach Meinung der Befragten die einfache Handhabung, Übersichtlichkeit (keine Fenster), Zeilendarstellung, Hardcurseranbindung, Eindeutige Cursorführung und -positionierung, Konfigurierbarkeit des Programmes und die Portierbarkeit von Daten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte
(ehemals Stiftung Blindenanstalt Frankfurt am Main)
Polytechnische Gesellschaft
Homepage: https://www.sbs-frankfurt.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/FB0054


Informationsstand: 29.06.2020

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