Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Behindertenbeschäftigung - betriebliche Barrieren und öffentliche Förderung

Die Studie ist Teil eines von der DFG finanzierten Projekts Steuerungstheorie des Arbeitsmarktes - Projektleitung: Günther Schmid



Sammelwerk / Reihe:

IIMV Discussion papers, Band IIM/LMP 84 - 8


Autor/in:

Semlinger, Klaus; Knieschon, Gabriel


Herausgeber/in:

Internationales Institut für Management und Verwaltung (IIMV)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 1984, 94 Seiten: DIN-A4, Broschur


Jahr:

1984



Abstract:


Das Papier präsentiert empirische Ergebnisse einer Untersuchung zur Arbeitsmarktpolitik für Behinderte, die im Zusammenhang mit einem übergeordneten Projekt zur Steuerungstheorie des Arbeitsmarktes steht. Diese Veröffentlichung beschränkt sich weitgehend auf die Darlegung und Interpretation von Erkenntnissen, die im Rahmen einer mündlichen Befragung in Betrieben, Arbeitsämtern und Hauptfürsorgestellen gewonnen wurden. Im Mittelpunkt des Untersuchungsinteresse stand die Frage nach den Ursachen besonders benachteiligten Arbeitsmarktsituation Schwerbehinderter.

Nachgegangen wurde deshalb den betrieblichen Entscheidungsstrukturen, -prozessen und -kalkülen bei personalpolitischen Selektionsentscheidungen und der Behandlung und Wahrnehmung Schwerbehinderter durch betriebliche Entscheidungsträger. Die Befragung in den Arbeitsämtern und Hauptfürsorgestellen konzentrierte sich auf deren Beziehung zu den betrieblichen Politikadressaten. Hierbei ging es vornehmlich um die Frage struktureller und/oder verfahrensabhängiger Einflüsse auf ihre Akzeptanz durch die Betriebe im Bereich der Beschäftigungsförderung Schwerbehinderter.

Wie sich in der Befragung zeigte, sind die Ursachen für die Vermittlungsprobleme Schwerbehinderter zu großen Teilen identisch mit denen anderer Schwervermittelbarer. Ferner wurde deutlich, dass die gesonderte Organisation der Schwerbehindertenvermittlung mit erheblichen dysfunktionalen Effekten verbunden ist. Unbeschadet der Erfordernis spezifischer Rehabilitationshilfen erscheint es deshalb angebracht, diese Sonderorganisation der Schwerbehindertenvermittlung aufzugeben beziehungsweise grundlegend zu verändern.

Die Analyse der unterschiedlichen Kooperationsbeziehungen zwischen öffentlichen Förderungsinstanzen und Betrieben bei Einstellungen und Entlassungen, zeigt schließlich, dass es der stärkeren institutionellen Absicherung der rechtzeitigen Einbeziehung 'des' Behinderteninteresses in den betrieblichen Prozess bei Einstellungsentscheidungen bedarf.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Employment of disabled persons - barriers within the company and public support


Abstract:


The paper is part of a study on labour market policy for disabled persons, which in turn is part of a wider project about regulation theory of the labour market. The findings and conclusions presented here are based on interviews in enterprises, employment offices and public relief offices (Hauptfürsorgestellen). The investigation was concentrated on the question of causality of the especially disadvantaged situation of the disabled on the labour market.

Therefore, the main interest was concerned with the structure, processes and criteria of enteprise decision-making in personnel policy (especially with respect to selections) and with treatment and the perception of the severely disabled by personnel managment and workers representatives. The central point of interest in the interviews in the public agencies was the question of structural and/or procedural influences on their relationship to and influences on enterprises in the area of employment promotion for the disabled.

As the interviews show, many if not most of the causes for the difficulties in placement of disabled persons are common with those for other hard-to-place groups. It became clear, too, that the seperate organization of placement services for the disabled results in severe disfunctional effects. Without neglecting the necessity of special rehabilitative services, it seems to be appropriate to change to a more integrated organizational structure of placement services.

Finally the analysis of the varying structures and effects of the cooperation between public agencies and enterprises in hiring and firing shows that there is need for a better institutional confirmation that, in hiring decisions, the interests of the disabled are taken into account.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB)
Presse- und Informationsreferat
Homepage: https://www.wzb.eu/de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL0012


Informationsstand: 30.07.1992

in Literatur blättern