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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt

Eine Literaturrecherche



Sammelwerk / Reihe:

Schriftenreihe des Landes Niedersachsen, Band 15/3


Autor/in:

Jähnert, Detlev


Herausgeber/in:

Der Behindertenbeauftragte des Landes Niedersachsen


Quelle:

Hannover: Eigenverlag, 1996, 50 Seiten


Jahr:

1996



Abstract:


Band 3 der Schriftenreihe INTEGRATION IN DER PRAXIS mit dem Titel BEHINDERTE MENSCHEN AUF DEM ARBEITSMARKT - EINE LITERATURRECHERCHE soll dazu beitragen, das polarisierende Denken zwischen allgemeinem Arbeitsmarkt und Sonderarbeitsmarkt abzubauen.

Er stellt eine Momentaufnahme der vielfältigen Betriebe, Initiativen und gezielten Projekte dar, die insbesondere dem Personenkreis der wesentlich Behinderten Übergangsmöglichkeiten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt eröffnen, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen mit tarifgerechter Entlohnung sichern oder zumindest einen Schritt näher an volle berufliche Teilhabe und mehr soziale Kompetenz bringen.

Der Band soll sowohl dem fachkundigen Leser, aber insbesondere den aktiven Behinderten aufzeigen, welche Brücken es zum allgemeinen Arbeitsmarkt für lern-geistig Behinderte, Körperbehinderte und seelisch Behinderte gibt. Das Spektrum der Broschüre reicht von Behinderten, die bei entsprechender Arbeitsplatzbeschreibung und -ausstattung dieselbe Arbeitsleistung erbringen wie ihre nichtbehinderten Kollegen, bis hin zu Behinderten, die trotz behinderungsbedingter Leistungsminderungen mit entsprechender Unterstützung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt sein können.

Hiebei wird auch nicht verschwiegen, dass die derzeitige arbeitsmarktliche Situation zur Euphorie keinen Anlass gibt. Unstrittig ist jedoch, dass insbesondere in gesellschaftlichen Umbruchsituationen die Projekte angebahnt werden müssen, die zur Verbesserung der Lebenssituation der Behinderten in Zukunft beitragen können. Wie sich die Realität für Behinderte, insbesondere aber wesentlich Behinderte, zukünftig darstellt, dazu werden zur Zeit die gesellschaftlichen Grundentscheidungen getroffen.

Das betrifft: sowohl die Frage, ob Behinderte künftig vom Arbeitsleben ausgeschlossen oder im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten und Unterstützungen integriert sind. Dies gilt auch für das Recht auf schulische Integration, das Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben bis hin zum Lebensrecht Behinderter. Gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben ist ein zentraler Punkt für Akzeptanz im sozialen Leben.

Die Broschüre will Mut machen und soll dazu auffordern, sich an dieser Diskussion im Sinne der vollen Teilhabe Behinderter zu beteiligen. Soziale Teilhabe will jedes Mal neu erkämpft sein, so Ministerpräsident Schröder. Hieran wollen wir uns beteiligen. Ermutigt werden wir hierbei durch die Entscheidung von Sozialminister Walter Hiller, ab dem 1. April 1996 in Niedersachsen mit der ersten Arbeitsassistenzzentrale in Oldenburg zu beginnen. Ein Start, dem unseres Erachtens schrittweise ein flächendeckendes Netz von Arbeitsassistenzzentralen in ganz Niedersachsen folgen muss.

Dass die Broschüre einen umfassenden Überblick vermittelt, ist Herrn Detlev Jähnert zu verdanken, Referent im Büro des Behindertenbeauftragten, der seit langem einen seiner Arbeitsschwerpunkte in neuen Arbeits- und Beschäftigungsformen für Behinderte hat.

Tenor aller drei Bände der Schriftenreihe 'Integration in der Praxis' ist: Wir lassen uns von der Botschaft 'die historische Situation ist für Behindertenprojekte gerade ungünstig' nicht irre machen. Wir entgegnen lapidar: 'Aus Sicht der Privilegierten ist die Situation immer historisch, aber für Behinderte und Benachteiligte immer gerade ungünstig'. Ich würde es begrüßen, wenn auch Sie diese Broschüre mit persönlichem Gewinn lesen und hieraus Mut und Kraft für weiteres Engagement zur Verbesserung der Lebenssituation Behinderter in Niedersachsen und darüber hinausziehen.

(Vorwort des Behindertenbeauftragten des Landes Niedersachsen)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Niedersachsen
Homepage: https://www.behindertenbeauftragte-niedersachsen.de/index.ph...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL0872


Informationsstand: 22.05.1997

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