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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitspapier Europäische Mindeststandards zu gleichen Beschäftigungschancen für Menschen mit Behinderungen

Arbeitsergebnis des Projektes Europäische Mindeststandards zur Vermeidung von sozialer Ausgrenzung und zur Integration behinderter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)


Quelle:

Frankfurt am Main: Eigenverlag, 2000, 21 Seiten: DIN-A4, Lose Blätter


Jahr:

2000



Abstract:


Der bisherige Prozess der europäischen Integration hat sich auf die Schaffung und Ausgestaltung eines einheitlichen Marktes und auf die Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung konzentriert. Zur sozialen Dimension des Integrationsprozesses wurden bislang nur geringe Beiträge geleistet. Es ist daher nicht überrraschend, dass circa 40 Millionen behinderte Menschen in Europa die Möglichkeiten eines vereinigten Europas nur stark eingeschränkt erleben und nutzen können. Es ist in den vergangenen Jahren verstärkt zur Ausgrenzung von gesundheitlich beeinträchtigten und behinderten Menschen aus dem allgemeinen Arbeitsmarkt gekommen.

Die Hauptaufgabe verbindlicher, europaweit gültiger Mindeststandards zu gleichen Beschäftigungschancen behinderter Menschen liegt also darin, die ungleiche Verteilung ihrer Beschäftigungschancen in Europa und zwischen den Mitgliedstaaten abzubauen. Positiv formuliert besteht das Kernziel in der Schaffung einheitlicher Arbeits- und Lebensverhältnisse behinderter Menschen in Europa.

Die Formulierung behinderten- und integrationspolitischer Mindeststandards stellt aber auch vor dem Hintergrund der absehbaren Osterweiterung der Europäischen Gemeinschaft eine gewichtige Herausforderung dar, denn mit der Einführung marktwirtschaftlicher Systeme in den ehemaligen Staaten des Ostblocks ist eher eine verstärkte Ausgrenzung behinderter Menschen aus dem Beschäftigungssystem zu verzeichnen.

Die Vorschläge für europäische Mindeststandards zur Integration von Menschen mit Behinderungen stellen die Herausforderung der beruflichen Eingliederung und der gesellschaftlichen Teilhabe behinderter Menschen in einen Zusammenhang mit den radikal geänderten wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Vorschläge zu Mindeststandards zu gleichen Beschäftigungschancen behinderter Menschen verstehen sich als Beitrag zur Gestaltung dieses Prozesses. Sie enthalten eine Reihe miteinander vernetzter Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungschancen behinderter Menschen. Eine darauf aufbauende europäische Richtlinie sollte die einzelnen Mitgliedstaaten veranlassen, verschiedene nationale Rechtsvorschriften zu verabschieden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Abteilung Sozialpolitik
Referat Unfall, Krankheit und Pflege
Homepage: https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/sozialpolit...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1182


Informationsstand: 01.09.2000

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