Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Behinderungsgerechtes Gestalten

Begriffe und allgemeine Leitsätze



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsches Institut für Normung e.V. (DIN)


Quelle:

Berlin: Beuth, 1992


Jahr:

1992



Abstract:


Behinderungsgerechtes Gestalten in Anlehnung an DIN 32977 Teil 1.

In der Praxis müssen bei der Neu- oder Umgestaltung von Arbeitsplätzen für behinderte Mitarbeiter die allgemein zu berücksichtigen arbeitswissenschaftlichen beziehungsweise ergonomischen Erkenntnisse teilweise behinderungsbezogen ergänzt werden. So ist, nach DIN 32977 Teil 1, bei der behinderungsgerechten Arbeitsplatzgestaltung darauf zu achten, dass technische Erzeugnisse (technisch verwendungsfertige Gegenstände) und nichtgegenständliche Maßnahmen (organisatorische Gestaltung von Ausbildungsabläufen, Arbeitsabläufe Funktionsabläufe usw.) an die Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnisse der behinderten Mitarbeiter angepasst werden müssen.

Zur behinderungsgerechten Neu- oder Umgestaltung eines Arbeitsplatzes sollen die allgemeinen Leitsätze für das behinderungsgerechte Gestalten berücksichtigt werden. In diesen Leitsätzen wird darauf hingewiesen, dass
- die ergonomischen und humanwissenschaftlichen Erkenntnisse die Grundlage der behinderungsgerechten Gestaltung bilden,
- die Eigenschaften, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Bedürfnisse der behinderten Mitarbeiter in die Arbeitsplatzgestaltung einfließen sollen,
- behinderungsgerechtes Gestalten nicht nur auf den Einzelfall bezogen werden soll, sondern, wenn möglich, auch auf die Belange einer oder mehrerer Behindertengruppen abgestimmt werden soll,
- eine behinderungsgerechte Gestaltung zur Erhaltung und Förderung der vorhandenen Funktionen eines behinderten Mitarbeiters dient und bei einem Funktionsausfall den Ersatz durch alternative Fähigkeiten ermöglichen soll,
- bei einer Gestaltung für Menschen mit Behinderungen auch die Aspekte der Arbeitssicherheit (Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitsstättenverordnung usw.) berücksichtigt werden müssen und zusätzlich noch auf besondere Risiken für Menschen mit Behinderungen hingewiesen werden muss,
- die behinderungsgerechte Gestaltung möglichst nicht als besondere Maßnahme auffallen soll und die betreffenden Maßnahmen auch von Nichtbehinderten ohne zusätzliche Beanspruchung genutzt werden können.

Der behinderungsgerecht gestaltete Arbeitsplatz ist also das Ergebnis einer grundlegenden ergonomischen Gestaltung unter Beachtung notwendiger behinderungsbezogener Gestaltungsmaßnahmen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie




Bezugsmöglichkeit:


Beuth Verlag
Homepage: https://www.beuth.de/de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1239


Informationsstand: 11.06.2001

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