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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Behinderte Arbeit?!

Chancen und Perspektiven von Frauen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt



Autor/in:

Ossege, Magdalene; Arnade, Sigrid; Wegner, Karola [u. a.]


Herausgeber/in:

mixed pickles e.V.


Quelle:

Lübeck: Eigenverlag, 2000, 39 Seiten: DIN-A4, Broschur


Jahr:

2000



Abstract:


Viele Barrieren im Alltag von Menschen mit Behinderungen verhindern ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben. Frauen mit Behinderungen werden jedoch in doppelter Weise benachteiligt, zum einen als Mensch mit einer Behinderung, zum anderen als Frau. Dadurch sind sie von einer Vielzahl an Problemen betroffen. Besonders in der beruflichen Integration erfahren Frauen mit Behinderungen eine Benachteiligung gegenüber behinderten Männern und nichtbehinderten Frauen. Sie sind in der Regel schlechter qualifiziert, häufiger arbeitslos und kommen seltener vor in Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation, so dass der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erschwert oder unmöglich wird. Dies betrifft gerade auch junge Frauen mit einer geistigen Behinderung, deren Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zusätzlich erschwert ist. Aufgrund gesellschaftlicher Bilder und Vorurteile ist der Weg in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) häufig vorgezeichnet. Hier besteht ein Bedarf an Alternativen zu den WfbM's, um den Frauen eine Wahlfreiheit bei der Arbeitssuche zu ermöglichen.

Um die Chancen von Frauen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen, hat sich mixed pickles e. V. zum Ziel gesetzt, für die spezifische berufliche Situation der Betroffenen zu sensibilisieren und an der Entwicklung von Alternativmöglichkeiten bei der Berufswahl mitzuwirken. In diesem Zusammenhang eruiert mixed pickles e.V. beispielsweise bestehende Modelle zur beruflichen Eingliederung von (jungen) Frauen mit Behinderungen und überprüft, inwieweit diese geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigen. Gefördert wird dieser Arbeitsschwerpunkt von Seiten der Europäischen Union. Deutlich wurde im Rahmen dieser Arbeit, dass die Bemühungen zur beruflichen Integration bisher vereinzelt und wenig institutionalisiert sind. Zudem fehlt es sowohl für Frauen mit Behinderungen als auch für behinderte Mädchen im Übergang von Schule zu Beruf an bedarfsgerechten Beratungsangeboten, so dass Informationen über vorhandene Möglichkeiten schwer zugänglich sind.

Nicht zuletzt resultierend aus diesen Erfahrungen entstand diese Informationsbroschüre zum Thema 'Frauen mit Behinderungen und Erwerbsarbeit', deren Ziel es ist, über die berufliche Situation von behinderten Frauen zu informieren, bisherige Arbeitsergebnisse von mixed pickles e.V. sowie auch formulierte Bedarfe und Forderungen von Frauen mit Behinderungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um Anregungen für die Praxis zu geben, werden zudem verschiedene deutsche und europäische Modelle vorgestellt, die auf eine verbesserte berufliche Integration abzielen. Ebenfalls wird die nationale und transnationale Arbeit von mixed pickles e.V. im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Beschäftigung vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

- Ossege, M.: Mit den Kolleginnen gab's immer Probleme, weil ich zu langsam war ... Erfahrungsbericht einer behinderten Frau.
- Arnade, S.: Schlusslicht auf dem Arbeitsmarkt. Die berufliche Situation behinderter Frauen.
- Wegner, K.: Benachteiligung von Frauen mit geistiger Behinderung im Erwerbsleben.
- Niehaus, M.: Arbeit für Schleswig-Holstein - Arbeit für Frauen mit Behinderung in Schleswig-Holstein?!
- Ossege, M. & Durt, B.: Mixed pickles e.V. und die Gemeinschaftsinitiative Beschäftigung.
- Middendorf, L.: Zur beruflichen Integration von Frauen mit geistiger Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt. Voraussetzungen und Umsetzungen.
- Ziese, K.: Möglichkeiten der Jugendarbeit bei der Begleitung der Statuspassage Schule-Beruf.
- Emrich, C.: Individuelle Berufsplanung mit Menschen mit Behinderungen.
- Kurth-Laatsch, S. & Niehaus, M.: Modellprojekt Wohnortnahe berufliche Rehabilitation von Frauen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Sammelwerk




Bezugsmöglichkeit:


mixed pickles e.V.
Verein für Mädchen und Frauen mit und ohne Behinderungen
Homepage: https://www.mixedpickles-ev.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1315


Informationsstand: 13.08.2003

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