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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Berufsanamnese: Besteht ein Zusammenhang zwischen Arbeitsplatzeigenbeschreibung und Selbsteinschätzung der allgemeinen und berufsspezifischen Leistungsfähigkeit?

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Fischer, B.; Schöttler, M.; Kühn, Werner


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 68-70, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Assessementinstrumente sind heute für die Prozessgestaltung in Prävention und Rehabilitation kaum noch wegzudenken. Inzwischen gibt es ein großes Angebot von Assessementinstrumenten unterschiedlicher Fragestellungen, Anforderungen und Indikationen. Arbeitsplatzbezogene Leistungsfähigkeit unter konkreter Bezugnahme auf Arbeitsbedingungen und deren Anforderungen an den Menschen werden nur durch einige ausgewählte Verfahren erfasst.

Die Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, die Bedeutung der Qualität einer Eigenerhebung der Arbeitsplatzanforderung für die Einschätzung der eigenen allgemeinen und arbeitsplatzbezogenen Leistungsfähigkeit zu untersuchen. Dreißig Hauptmerkmale des Profilvergleichsystems IMBA wurden als Assessementinstrument ausgewählt.

Die 130 Reha-Patienten, die sich freiwillig für die Befragung zur Verfügung stellten, sind durchschnittlich 46,5 Jahre alt und aus unterschiedlichen Berufen. Der Erhebungsbogen zur Anforderung am Arbeitsplatz war für eine freie Beantwortung konzipiert. Zur Qualitätsbeurteilung war jedes der vorgegebenen Merkmale im Freitext zu nennen, mindestens ein Tätigkeitsbeispiel anzuführen und die Anforderung mittels Analogskala von 0-5 zu graduieren. Mittels Dreifachabstufung sowie der Übertragung der Angaben in einen Anforderungsprofilbogen erfolgte entsprechend dieser Vorgaben die Gruppeneinteilung.

Die Auswertung der Erhebungsbögen zeigt, dass Patienten, die eine genauere Beschreibung der Arbeitsplatzanforderungen abgeben, sowohl die eigene Leistungsfähigkeit höher, als auch die Überbelastungssituation am Arbeitsplatz geringer einschätzen als Patienten mit ungenauerer Tätigkeitsbeschreibung. Die Merkmale Heben und Tragen nehmen in allen Gruppen den höchsten Stellenwert ein.

Es ist zusammenzufassen, dass den Patienten ein geeignetes Instrument zur Erhebung der Arbeitsplatzanforderungen zur Verfügung gestellt werden sollte, um der Entwicklung einer zunehmenden arbeitsplatzbezogenen Rehabilitation gerecht zu werden. Hierdurch wird eine differenziertere und realistischere Betrachtungsweise der eigenen Leistungsfähigkeit und der beruflichen Situation vermittelt. Außerdem können bei der Verwendung der Profilvergleichsysteme wertvolle Hinweise für eine arbeitsplatzbezogene Therapieplanung gewonnen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x23


Informationsstand: 02.06.2006

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