Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsspezifische Reha-Zwischenergebnisse im Rahmen einer engen Verzahnung von Werks- und Betriebsärzten mit Rehabilitationsärzten

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Kühn, Werner; Knülle, Erich; Schian, Marcus


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 73-74, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Im Rahmen eines integrativen orthopädischen Rehabilitationskonzeptes besteht seit 2003 eine Zusammenarbeit von Werks- und Betriebsärzten der Firma Ford in Köln und den Rehabilitationsärzten der Lahntalklinik. So stehen von Beginn der Rehabilitationsmaßnahme an Detailkenntnisse über die Belastung am Arbeitsplatz zur Verfügung und ermöglicht somit die Durchführung einer berufs- beziehungsweise arbeitsplatzspezifischen Rehabilitationsmaßnahme.

Als Schnittstelle zwischen Werks- und Rehabilitationsarzt wird das IMBA, ein branchen und behinderungsunabhängiges Assessementverfahren, verwendet. Die Fähigkeits- und Anforderungsprofile sind identisch aufgebaut und ermöglichen direkte Profilvergleiche.

Bei Ford wurden mit dem IMBA-Projektteam IQPR Anforderungsprofile für die verschiedenen Arbeitsplätze erstellt. Die Daten werden in einem Online-Verfahren an die Lahntalklinik übertragen, sodass ein Vergleich mit dem Fähigkeitsprofil des neuen Mitarbeiters durchgeführt werden kann. Anschließend wird das therapeutische Programm erarbeitet. Dabei werden die Ressourcen der Klinik jeweils zur Hälfte nach rein medizinischen Gesichtspunkten und nach der Überforderungssituation am Arbeitsplatz eingesetzt, mit dem Ziel das Fähigkeitsprofil des Patienten zu verbessern.

Mit dem Ende der Rehabilitation wird erneut ein Fähigkeitsprofil erstellt und an den Werksarzt übertragen. Mit Hilfe dieses Profils entscheidet der Werksarzt über den passenden Arbeitsplatz.

Zwischen 2003 und 2005 wurden 167 Rehabilitanden der Firma Ford mit diesem Verfahren analysiert und rehabilitiert. Mit dem Verfahren IMBA lassen sich Arbeitsplatzanforderungen und menschliche Fähigkeiten durch einheitliche, definierte Merkmale beschreiben und Profilvergleiche erstellen. Hierdurch ist die Möglichkeit einer berufsspezifischen Rehabilitation und die fähigkeitsorientierte Zuweisung eines entsprechenden Arbeitsplatzes für den leistungsgewandelten Mitarbeiter gegeben.

Durch das Konzept wird eine Erhaltung des Beschäftigungsverhältnisses, die Reduzierung von Arbeitsunfähigkeitszeiten und die Vermeidung frühzeitiger Berentung angestrebt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x25


Informationsstand: 02.06.2006

in Literatur blättern