Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Beitrag des FCE-Assessments ERGOS Work Simulator zur arbeits- und sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung - Erste Ergebnisse

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Glatz, Andreas; Anneken, Volker; Mozdzanowski, Matthias [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 136-138, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Zur Beurteilung von arbeitsbezogener körperlicher Leistungsfähigkeit hat sich das FCE-Verfahren beziehungsweise die darin eingeschlossene ERGOS-Untersuchung in der ärztlichen Begutachtung als hilfreich erwiesen. Für einige Teile des Verfahrens liegen bereits Reliabilitäts- und Validitätsstudien vor. Allerdings fehlen noch Studien, die sich auf das Gesamtverfahren beziehen oder die Validität der ERGOS-basierten ärztlichen Begutachtung untersuchen. Die im Artikel zusammengefasste Studie soll diese Lücke füllen, indem sie die Gültigkeit ERGOS-basierter ärztlicher Stellungnahmen untersucht, soweit eine spezifische Fragestellung nach der gesundheitlichen Eignung einer Person für eine bestimmte Tätigkeit zugrunde liegt. Die Ergebnisse sind vor allem für Rentenversicherungen, Berufsgenossenschaften und die Bundesagentur für Arbeit von Bedeutung.

Methode:

In der Studie wurden Probanden berücksichtigt, die Rücken- und Gelenkprobleme aufwiesen oder bei denen ein gesundheitsbedingter Tätigkeitsabbruch beziehungsweise -wechsel vorlag. Vorab wurde eine Gruppe definiert, die zum Untersuchungszeitpunkt gesundheitlich unauffällig war und eine weitere, die aufgrund von Krankheit keine Tätigkeit ausführen konnten. Die mit Ausführung der Studie beauftragten Ärzte hatten keine Information über den Arbeitsstatus und die Anamnese der Probanden. Sie führten körperliche Volluntersuchungen zur aktuellen Befindlichkeit der Patienten unter Ausschluss der ERGOS-Untersuchung durch und dokumentierten ihre Ergebnisse. Anschließend wurden diese Ergebnisse mit denen verglichen, die unter Zuhilfenahme der ERGOS-Untersuchung ermittelt wurden.

Ergebnisse:

Um die Effektivität des FCE-Verfahrens beziehungsweise von ERGOS im gesteckten Rahmen zu ermitteln, wurden die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung ohne Zuhilfenahme von ERGOS mit denen verglichen, die mit dem ERGOS-Standard erhoben wurden.

Es zeigte sich dabei, dass die Einschätzung der körperlichen Leistungsfähigkeit und gesundheitlichen Eignung einer Person unter Verwendung des FCE-Verfahrens mit der ERGOS-Untersuchung realistischer war als ohne ihren Gebrauch.

Ausblick:

Im Rahmen der arbeits- und sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung geht die Hinzuziehung des FCE-Verfahrens mit einer beträchtlichen Erhöhung von Teilhabechancen seitens der Betroffenen sowie finanziellen Einsparungen seitens der Leistungserbringer einher. Der Zugewinn hängt davon ab, in welchem Maße es gelingt, die ERGOS-Ergebnisse auch tatsächlich in die gutachterliche Beurteilung einzubeziehen. Zu beachten ist an dieser Stelle, dass mit Hilfe der ERGOS-Untersuchung hauptsächlich Basisinformationen ermittelt werden können. Deshalb wird es für die zukünftige Entwicklung wichtig sein, Methoden für die Einbeziehung der ERGOS-basierten Begutachtung in die derzeitige Begutachtung zu finden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x42


Informationsstand: 08.06.2006

in Literatur blättern