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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönlichkeit und psycholgische Charakteristika von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der neurologisch-beruflichen Rehabilitation

Vortrag auf dem Fünfzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth



Autor/in:

Hampel, Petra; Lange, A.; Spranger, Matthias [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2006, Sonderausgabe, Seite 514-515, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2006



Abstract:


Die Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen, die zunehmend in den Fokus beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen geraten, gewinnen durch den hohen Anteil an jungem Klientel immer mehr an Bedeutung. Begonnene Ausbildungen können aufgrund neurologischer Beeinträchtigungen häufig nicht oder nur eingeschränkt weitergeführt werden. Ebenso können sie nicht in ihren bisherigen Beruf zurückkehren.

Es sollen im Rahmen beruflicher Rehabilitationsmaßnahmen neue Wege eröffnet werden, die den Abschluss einer Ausbildung beziehungsweise die erneute Ausübung eines Berufes ermöglichen. Die stationären Aufenthalte in Rehabilitationseinrichtungen machen dies oftmals möglich. Es zeigte sich jedoch, dass der Wiedereingliederungserfolg noch optimiert werden kann.

Die Etablierung eines psychotherapeutischen Gruppentrainings zur Entlassungsvorbereitung ist ein Ansatz zur Optimierung. Dabei sollen die Patienten lernen, wie sie nach der Entlassung aus der Rehabilitationseinrichtung wieder mit alltäglichen, sozialen und beruflichen Situationen umgehen können. Dabei wird angenommen, dass die Persönlichkeit von Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen Veränderungen aufweist und psychosoziale Kompetenzen oftmals noch über Jahre nach der Schädigung begrenzt sind.

Ziel der Pilotstudie war die Untersuchung der Persönlichkeit und der psychosozialen Kompetenzen von Klienten einer neurologischen Rehabilitationseinrichtung. Somit sollte eine Grundlage für die Entwicklung eines Entlassungsvorbereitungstrainings geschaffen werden, das zur Optimierung des beruflichen Wiedereingliederungserfolgs beiträgt.

Es wurden mittels Fragebogen Selbstauskünfte von 23 Patienten erfragt, die sich zur Zeit der Erhebung in der stationären neurologisch-beruflichen Rehabilitation im Rehabilitationszentrum Friedehorst in Bremen aufhielten und an Maßnahmen zur beruflichen beziehungsweise schulischen Wiedereingliederung teilnahmen.

Die Patienten gaben eine hoch signifikant höhere soziale Orientierung und eine geringere Offenheit an. Patienten mit erhöhter Angst wiesen erwartungsgemäß höhere Beanspruchungs- und Emotionalitätswerte auf als Patienten mit unauffälligen Angstwerten.

Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigen, dass die Etablierung eines psychotherapeutischen Gruppentrainings zur Entlassungsvorbereitung den Erfolg beruflicher Wiedereingliederungsmaßnahmen steigern könnte. Insbesondere die adäquaten Verhaltensweisen in sozialen Situationen sollten eintrainiert werden, um durch die Hirnschädigung entstandene Mängel an sozialer Kompetenz kompensieren zu können. Das Ziel anschließender Untersuchungen wird sein, ein neu entwickeltes verhaltenstherapeutisches Gruppentraining zur Entlassungsvorbereitung durchzuführen und zu evaluieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL1372x70


Informationsstand: 21.06.2006

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