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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Den Arbeitsmarkt als Frühberentungsgrund - zur Spezifik arbeitsmarktbedingter ErwerbsminderungsrentnerInnen

Vortrag auf dem Sechzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Schubert, Michael; Behrens, Johann; Höhne, Anke [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 202-204, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Personen, die wegen gesundheitlicher Leistungseinschränkungen nur teilweise am Erwerbsleben teilhaben können, erhalten eine volle Erwerbsminderungsrente, wenn der Teilzeitarbeitsmarkt als verschlossen gilt.

In dem Beitrag wird den Fragen nach dem Umfang und den Spezifika des Personenkreises der Frühberenteten, den Unterschieden zu anderen ErwerbsminderungsrentnerInnen und den Faktoren, die eine Frühberentung beeinflussen, nachgegangen.

Grundlage der Analyse ist der Versichertenrentenzugang 2003 aus den Versichertendaten der DRV. Diese Daten sind zehn- oder zwanzigprozentige Zufallsstichproben aus dem Gesamtrentenzugang. Außerdem finden zur komparativen Analyse amtliche Daten des Mikrozensus 2003 und der Arbeitslosenstatistik Anwendung.

Etwa 17 Prozent der ErwerbsminderungsrentnerInnen werden aufgrund des verschlossenen Arbeitsmarktes frühberentet. Bei der kombinierten Auswertung des Rentenzugangs lässt sich sowohl ein Zusammenhang zwischen der Arbeitslosenquote und dem Anteil der Erwerbsminderungsrentner (EMR) an allen Rentenzugängen herausarbeiten, sowie ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Erwerbsminderungsrenten aufgrund verschlossenen Arbeitsmarktes.

Weiterhin beeinflussen Variablen wie Geschlecht und Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen eine Berentung mit Arbeitsmarkthintergrund. Personen, denen bei Rentenantrag eine höhere Leistungsfähigkeit bescheinigt wird, wird darüber hinaus häufiger die Teilnahme an Maßnahmen zur Teilhabe ermöglicht.

Die Analyse weist nach, dass dieser Personenkreis mittels soziodemografischer und erwerbsbiografischer Variablen spezifisch beschrieben werden kann. Außerdem zeigen die deutlich verstärkten Bemühungen um Reintegration mittels Rehabilitationsleistungen die Grenzen sozialpolitischer Partizipationsleistungen auf.

Es lässt sich schlussfolgern, dass sozialmedizinisch ein frühzeitiges Risikoscreening potenzielle Rehabilitationsbedarfe erfassen könnte und durch adequate Leistungen einer teilweisen Erwerbsminderung vorgebeugt werden. Aus sozialpolitischer Sicht ist die Forderung nach flexiblen Beschäftigungsverhältnissen auch für gesundheitlich eingeschränkte Personen zu überdenken.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137819


Informationsstand: 06.08.2007

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