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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Implementierung eines kognitiv-behavioralen Gruppenangebots für MSK-Rehabilitanden mit besonderer Problemlage: Ergebnisse einer formativen Evaluation

Vortrag auf dem 16. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Herbold, Desiree; Bethge, Matthias; Hansmeier, Thomas [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 250-252, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Bei Rehabilitanden der orthopädischen Rehabilitation wurde in der sogenannten medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation bislang hauptsächlich auf den Aufbau des physischen Fähigkeitsprofils fokussiert. Berufsbezogene psychosoziale Belastungen dieser Personengruppe wurden dabei nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt.

Aus diesem Grund hat die Paracelsus-Klinik an der Gande zum 1. August 2006 im Rahmen der integrierten medizinisch-berufsorientierten orthopädischen Rehabilitation (IMBO-Rehabilitation) mit der Implementierung eines berufsbezogenen kognitiv-behavioralen Gruppenkonzepts begonnen.

Die Implementierung umfasst auch ein begleitendes formatives Evaluationsvorhaben mit den Zielen, ein Screening gestütztes Verfahren zur Patienteneinbestellung zu entwickeln und zu validieren, eine Manualisierung des Konzepts zu erstellen sowie die Innergruppeneffekte zu bestimmen, um so Aussagen über die Wirksamkeit des Programms zu erstellen.

Dazu wurden folgende Methoden angewandt: Für das Screening wird eine vereinfachte Version eines bereits vorhandenen Programms namens SIMBO angewandt. Damit wurden vier Kriterien zur Erfassung einer beruflichen Problemlage erhoben. Neben diesem Screening werden zusätzlich Daten zu Beginn und Ende der Rehabilitation erhoben, um die Innengruppeneffekte der Maßnahme zu bestimmen. Zur Manualisierung des Konzeptes wurde ein standardisierter Fragebogen entworfen, mit Hilfe dessen Strukturmerkmale, theoretische Fundierung, Durchführung und kritische Therapiesituationen erfasst werden. Die Datenerhebung der drei Bereiche war im Februar 2007 abgeschlossen.

Die Ergebnisse zeigten, dass 31.7 Prozent der Patienten auf Grundlage des Screenings bedarfsgerecht als IMBO-Rehabilitanden terminiert werden. Gemeinsam mit so genannten Eilfällen erfüllen damit etwa 43 Prozent der Patienten die Einschlusskriterien des neuen Rehabilitationsprogramms der Klinik. Eine Konstruktvalidität des eingesetzten Screenings ergab sich für den häufigen Verweis der positiv gescreenten Patienten auf eine sehr anstrengende körperliche Beanspruchung, den häufigeren Verweis auf die fehlende Intention nach der Rehabilitation, die gleiche oder eine ähnliche berufliche Tätigkeit wieder aufzunehmen und einer ungünstigeren Einschätzung der Bewältigungsmöglichkeiten hinsichtlich beruflicher Problemlagen.
Bezüglich der Innergruppeneffekte deuten erste Ergebnisse auf Effekte für körperliche Funktionsfähigkeit, Schmerzstärke und Selbstwirksamkeit.

Dementsprechend lässt sich folgern, dass sich die Implementierung des berufsbezogenen kognitiv-behavioralen Gruppenkonzepts als machbar erwiesen hat. Die langfristige Wirksamkeit des Behandlungsprogramms bedarf weiterer Überprüfung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137830


Informationsstand: 10.08.2007

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