Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Anforderungsorientierte Individualisierung in der medizinischen Rehabilitation mit Hilfe von Assessment - Ergebnisse einer prospektiven Studie

Vortrag auf dem Sechzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Alles, Torsten; Drüke, Thomas; Froböse, Ingo


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 261-262, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


Die berufliche Orientierung spielt bei der Weiterentwicklung der noch immer vorwiegend somatisch orientierten Rehabilitation zur partizipationsorientierten Rehabilitation eine zentrale Rolle.

Ein wichtiger Kernaspekt moderner medizinischer Rehabilitation der Rentenversicherung stellt neben der ganzheitlichen Thematisierung der Lebenswelt Arbeit vor allem die anforderungsorientierte Individualisierung des Rehabilitationsprozesses dar. Eine ökonomische und zielgerichtete Bedarfsermittlung und eine darauf abgestimmte Intervention ist für eine anforderungsorientierte und individuelle Rehabilitation unabdingbar.

Es wurde ein Konzept für die anforderungsorientierte Individualisierung in der medizinischen Rehabilitation entwickelt. APTEI-med (Assessment Prozedur zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben in der medizinischen Rehabilitation) erlaubt mit Hilfe eines stufenweisen Assessments eine ökonomische und bedarfsgerechte Annäherung an die Bestimmung konkreter Therapieziele auf Basis defizitärer körperlichen Aktivitäten in Bezug auf die arbeitsbezogene Anforderung.

Das Profilvergleichsverfahren IMBA und eine neu entwickelte FCE-Testbatterie ELA (Einschätzung körperlicher Leistungsfähigkeiten bei arbeitsbezogenen Aktivitäten) sind Kern des Einschätzungsprozesses. Das neue Therapiemodul Aktivitätstraining, welches darauf abgestimmt ist, erlaubt durch intensive Betreuung ein auf die individuelle Belastungssituation abgestimmtes therapeutisches Training.

Die Autoren gehen der Frage nach, ob eine mit Hilfe von APTEI-med eingeleitete und durch Aktivitätstraining ergänzte medizinische Rehabilitation bei Rückenpatienten eine im Vergleich zur herkömmlichen Vorgehensweise veränderte Anpassung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Funktionskapazität im Rahmen eines stationären Aufenthaltes bewirken kann.

Mit einem quasiexperimentellen Kontrollgruppendesign wurden je 50 Patienten mit Beschwerden der Lendenwirbelsäule (LWS) der Klinik Norddeich rehabilitiert. Die Untersuchungsgruppe wurde im Gegensatz zu der Vergleichsgruppe nach der Vorgehensweise einer anforderungsorientierten Individualisierung unter Verwendung von APTEI-med und ergänzendem Aktivitätstraining behandelt.

Das Zwischenergebnis macht deutlich, dass beide Gruppen sich über den Therapiezeitraum in Bezug auf alle erfassten Parameter verbessern. Ein Vergleich bezüglich ihrer Verbesserung zeigt, dass sich die Untersuchungsgruppe, mit Ausnahme des Parameters allgemeine Gesundheit, statistisch deutlich von der Vergleichsgruppe unterscheidet. Zudem werden Informationen in Bezug auf die Praktikabilität eines solchen Konzeptes im Klinikalltag präsentiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137835


Informationsstand: 23.08.2007

in Literatur blättern