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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nutzen und Belastungen qualifizierender Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben aus Sicht der Teilnehmer

Vortrag auf dem Sechzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. März 2007 in Berlin



Autor/in:

Beck, Larissa; Mau, Wilfried


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2007, Sonderausgabe, Seite 287-289, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2007



Abstract:


In Sachsen-Anhalt werden die Teilnehmer der verschiedenen qualifizierenden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft BIBER (Berufliche Integration von Menschen mit BEhindeRungen) durch ein systematisches Monitoring-Verfahren begleitet. Ziel ist die berufliche Integration chronisch Kranker.

Hintergrund ist das Beruhen der LTA auf der festgestellten Behinderung und den vorhandenen individuellen Ressourcen bis zum Zeitpunkt der Maßnahmebewilligung. Später eintretende Veränderungen und Wechselwirkungen zwischen Gesundheitszustand und LTA werden bestenfalls begrenzt berücksichtigt.

Mit Orientierung an der ICF-Klassifikation werden Veränderungen beziehungsweise Wechselwirkungen von Merkmalen der Körperfunktion, Aktivität, Teilhabe und Kontextfaktoren inklusive der LTA untersucht. Körperliche und psychische Belastungen sowie mögliche Ressourcen während der LTA werden analysiert sowie Empfehlungen zur Prozessoptimierung abgeleitet. Dies ist notwendig, um einen potenziell ungünstigen Verlauf frühzeitig zu erkennen und eine gegebenenfalls notwendige Intervention einzuleiten.

Es wurden 18 Teilnehmer einer achtmonatigen Integrationsmaßnahme im Alter von 43-54 Jahren mit überwiegend orthopädischen Erkrankungen untersucht. Für die Gesamtgruppe zeigen sich in standardisierten Verfahren keine signifikanten Veränderungen hinsichtlich der körperlichen und psychischen Gesundheit. Aus Sicht der Teilnehmer besteht zwar eine körperliche Anstrengung sowohl während des theoretischen Unterrichts als auch während der praktischen Tätigkeit, doch diese wird nur von wenigen als Belastung empfunden. Dies ist in der Regel bezeichnend für eine geeignete Zuweisung von Teilnehmern sowie eine krankheitsgerechte Gestaltung der Maßnahme.

Besonders während der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit im Praktikum zeigen sich positive Verläufe hinsichtlich des Umgangs mit der eigenen Erkrankung. Auch psychosoziale Aspekte werden von den Teilnehmern selbst als Gewinn hervorgehoben. Eine regelmäßige Einbindung der Teilnehmer bei der Planung des Unterrichtsverlaufs scheint aufgrund der formulierten Vertiefungswünsche für bestimmte Unterrichtsinhalte empfehlenswert.

Die Ergebnisse der begrenzten Stichprobe werden in Kürze durch Daten von drei weiteren qualifizierenden Maßnahmen bei Bildungsträgern in Sachsen-Anhalt ergänzt. Es werden vergleichende Analysen durchgeführt und die beschriebenen Verläufe im Hinblick auf die Stabilität überprüft. Zudem soll die Einschätzung der zuständigen Betreuer hinzugezogen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitaton' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL137849


Informationsstand: 14.09.2007

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