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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Studie zum aktiven und passiven Wahlrecht von Menschen mit Behinderung

Abschlussbericht



Sammelwerk / Reihe:

Forschungsberichte des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Band 470


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)


Quelle:

Bonn: Eigenverlag, 2016, 319 Seiten


Jahr:

2016



Link(s):


Link zu dem Abschlussbericht (PDF | 5,3 MB)


Abstract:


Die Studie beschäftigt sich mit den Voraussetzungen und Grenzen der in § 13 Nr. 2 und 3 Bundeswahlgesetz (BWG) geregelten Wahlrechtsausschlüsse. Sie betreffen Menschen, für die zur Besorgung aller ihrer Angelegenheiten ein Betreuer nicht nur durch einstweilige Anordnung bestellt ist (Nr. 2) sowie Menschen, die sich auf Grund einer Anordnung nach § 63 in Verbindung mit § 20 des Strafgesetzbuches in einem psychiatrischen Krankenhaus befinden (Nr. 3).

Die Untersuchung verfolgt einen interdisziplinären Ansatz. In ihrem sozialwissenschaftlichen Teil erfolgen empirische Erhebungen über die Anzahl der bundesweit von den genannten Wahlrechtsausschlüssen Betroffenen, deren soziodemografische Merkmale sowie der den Ausschlüssen zugrundeliegenden Krankheitsbildern. Außerdem werden im klinisch-psychologischen Teil die Betroffenenperspektive einbezogen, bestehende und mögliche Assistenzsysteme auch im internationalen Vergleich skizziert und der objektivierbare Bedarf nach Assistenz und die subjektiven Bedürfnisse hinsichtlich derartiger Unterstützungs- und Assistenzmaßnahmen dargestellt.

In den juristischen Teilen erfolgt eine Untersuchung der Wahlrechtsausschlüsse in völkerrechtlicher und - damit in Wechselbeziehung stehend - verfassungsrechtlicher Perspektive. Im Mittelpunkt der völkerrechtlichen Untersuchung stehen die Vorgaben durch die Behindertenrechtskonvention (BRK). Deren Vorschriften werden nach den Regeln der Auslegung völkerrechtlicher Verträge interpretiert und im Kon-text der Meinung des BRK-Ausschusses sowie der politischen Dynamik in der internationalen Gemeinschaft diskutiert.

Im Zentrum des verfassungsrechtlichen Teils der Studie steht zunächst die verfassungsrechtliche Maßstabsentfaltung und hier namentlich das Zusammenspiel der verfassungsrechtlichen Wahlrechtsgrundsätze mit den spezifischen Benachteiligungsverboten von Menschen mit Behinderungen sowie der Bedeutung der BRK. § 13 Nr. 2 und 3 BWG werden sodann an diesem Maßstab überprüft.
Abschließend zeigt die Studie vier Handlungsoptionen auf.

[Aus: Information des Herausgebers]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Abstract:


The study deals with the prerequisites and the limits of the disenfranchisement regulated in Section 3 No. 2 and 3 Federal Electoral Act. These provisions concern persons on whose behalf a custodian has been ap-pointed to attend to all his or her affairs (No. 2) as well as persons who are accommodated in a psychiatric hospital under an order pursuant to Section 63 of the Penal Code in conjunction with Section 20 of the Penal Code.

The study employs an interdisciplinary approach. In the sections of the social science analysis, an empirical survey concerning the number of persons affected in Germany by such disenfranchisement as mentioned above has been made, their sociodemographic attributes as well as the clinical situation under-pinning their disenfranchisement. In addition, the clinical-psychological section of the study describes the existing as well as alternative assistance systems employed internationally and illustrates the individual needs for assistance.

The social-science sections are followed by two legal considerations, examining the current German disenfranchisement provisions from both an international and constitutional law perspective, the latter of which is mindful of international law. At the centre of the public international law section stands the International Convention on the Rights of Persons with Disabilities (CRPD). The provisions of this treaty are interpreted in accordance with the customary international rules of treaty interpretation and the result is discussed in the light of the opinion of the CRPD Committee and the political dynamics of the international community.

The focus of the section dealing with the German Constitution is based on relevant constitutional standards and principles, especially the interplay between constitutional electoral principle with specific constitutional law on discrimination against people with disabilities as well as similar international law provisions. Section 13 No. 2 and 3 Federal Electoral Act is examined in the light of the constitutional benchmark established. Following on from a comparative law section, the study presents possible options for legislative action.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Publikationsversand der Bundesregierung
Homepage: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV011580


Informationsstand: 01.09.2016

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