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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsmarkt- und Sozialbericht des Landes Sachsen-Anhalt 2000/2001

Mit dem Schwerpunkt Lebenssituation und politische Teilhabe behinderter Menschen im Land Sachsen-Anhalt einschließlich Kinder- und Jugendbericht gemäß § 16 KJHG-LSA



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt


Quelle:

Magdeburg: Eigenverlag, 2002, 162 Seiten


Jahr:

2002



Abstract:


Mit dem Arbeitsmarkt- und Sozialbericht 2000/2001 wird die 1995 begonnene und im zweijährigen Turnus fortgesetzte Dokumentation landespolitischer Aktivitäten fortgesetzt. Der Bericht behält im Wesentlichen die Systematik des Vorgängerbandes bei. Neben demografischen Daten werden Ergebnisse und Handlungsfelder aus den Bereichen Arbeit und Arbeitsschutz, Sozialpolitik, Sozialversicherung sowie Frauen- und Sportpolitik dargestellt.

Insbesondere geht der Bericht auf die soziale Situation behinderter Menschen ein. Damit wird nicht nur der Berichtspflicht schlechthin Genüge getan, sondern vielmehr ein wichtiges Anliegen der Landespolitik dokumentiert. Der Landtag verabschiedete 2001 ein neues Behindertengleichstellungsgesetz, das bundesweit Maßstäbe setzt. Sachsen-Anhalt hat damit als zweites Bundesland nach Berlin das im Grundgesetz verankerte Diskriminierungsund Benachteiligungsverbot konkret ausgestaltet. Ebenfalls wegweisend sind Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr, wie sie mit dem Landesprogramm Barrierefreie Mobilität durchgesetzt wurden.

Kernstück der Jugend- und Familienpolitik ist es, jungen Menschen eine solide Bildung und Ausbildung zu geben und ihnen den Start in das Berufsleben zu erleichtern. Der vorgelegte Kinder- und Jugendbericht zeigt die vielfältigen Landesaktivitäten. Dabei geht es darum, alle Formen des Zusammenlebens mit Kindern zu fördern. Diese Unterstützung reicht von einem qualitativ hochwertigen Beratungsnetz für Ehe, Familie und Erziehung bis hin zu attraktiven Betreuungsangeboten für Kinder. Sachsen-Anhalt hat auch mit der Neufassung des Kinderbetreuungsgesetzes (KiBeG) die Spitzenstellung in diesem Bereich inne. In keinem anderen Bundesland gibt es einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung von der Geburt bis zur sechsten Klasse. Die 2001 vollzogene, vollständige Integration der Schulhorte in die Kinderbetreuung nach KiBeG ist ein weiterer Baustein, der es Eltern auch künftig ermöglicht, Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren.

In Sachsen-Anhalt ist es in den zurückliegenden Jahren gelungen, jedem und jeder Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Perspektivisch ist besonderes Augenmerk darauf zu legen, dass Betriebe heute über den unmittelbaren Bedarf hinaus ausbilden, um absehbaren Personalengpässen von morgen vorzubeugen. Politik für die Jugend beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Aspekt der Ausbildung. Alles Wissenswerte über Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen-Anhalt findet sich auf der vom Land geförderten Jugendinformationsplattform unter www.jugend.lsa.de.

Alles für mehr Beschäftigung - das ist der Dreh- und Angelpunkt der Arbeitsmarktpolitik in Sachsen-Anhalt. Dabei geht es in erster Linie darum, Unternehmen zu stärken, um den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt voranzubringen.

Schwerpunkte sind das Zurückdrängen der Frauen- und Jugendarbeitslosigkeit, die berufliche Bildung und Qualifizierung sowie die Förderung von Existenzgründungen. Zugleich gilt es, die öffentlich geförderte Beschäftigung auf hohem Niveau zu sichern. Nicht zuletzt markiert das Landesprogramm 'Aktiv zur Rente' einen wichtigen Eckpunkt. Es soll helfen, arbeitslosen Menschen über 55 Jahre einen würdevollen Übergang zur Rente zu ermöglichen.

In der Frauenpolitik hat Sachsen-Anhalt im Berichtszeitraum einmal mehr seine Vorreiter-Rolle unter Beweis gestellt. Mit FRISA wurde nicht nur die erste landesweite Fraueninternetplattform in Deutschland aufgebaut, sondern auch das bundesweit erste Gender-Institut (GISA) gegründet. Desgleichen betrat Sachsen-Anhalt mit dem Gender-Mainstreaming-Konzept als Regierungsprogramm im Jahr 2000 bundesweit Neuland. Dieser Politikansatz bedeutet ein völlig neues Vorgehen bei der Frauenförderung. Mit dem Landesprogramm LICHTSCHRITT zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder hat die Landesregierung schon vor dem Inkrafttreten des neuen zivilrechtlichen Bundes-Gewaltschutzgesetzes Flagge und prügelnden Ehe-Männern die rote Karte gezeigt.

Der vorliegende Arbeitsmarkt- und Sozialbericht bietet einen umfassenden Überblick über die Handlungsfelder der Landesregierung. Er wird ergänzt durch Studien wie die Daten zur Gesundheit (2000), die Schulanfängerstudie 2000, Gender mainstreaming in Sachsen-Anhalt (2000), den Familienbericht (2001) oder das arbeitsmarktpolitische Programm Alles für mehr Beschäftigung (2001). Als erstes Bundesland wird Sachsen-Anhalt 2002 einen Armuts- und Reichtumsbericht vorlegen.

(Vorwort der Ministerin)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
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Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Homepage: https://ms.sachsen-anhalt.de/startseite-ms/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV014802


Informationsstand: 17.12.2003

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